HAMMER-LOS! KAPITÄN VAN DER VAART MACHT DRUCK
»Jetzt brauchen wir schnell einen Stürmer!«
Auch Doll hofft auf kurzfristige Lösung »Werden richtig wirbeln«SVEN TÖLLNER
Es hätte kaum unangenehmer laufen können. Aus dem Topf der Ungesetzten hat der HSV den übelsten Prüfstein vor die Nase gesetzt bekommen. Osasuna, die Nummer vier aus Spanien, steht zwischen den Hamburgern und der Champions-League-Teilnahme. Das wichtigste Duell der Saison, das Millionenspiel, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der HSV den Kader nicht abschließend zusammengestellt hat. Noch immer knirscht es im Sturm. Auch angesichts des starken Gegners macht der Kapitän jetzt Druck. "Jetzt müssen wir schnell einen Stürmer holen", fordert Rafael van der Vaart - und hofft auf das Verhandlungsgeschick seines Sportchefs.
Noch hat sich nichts bewegt bei der Suche nach dem neuen Kracher für die vordere Front. Von fünf aussichtsreichen Kandiaten spricht Dietmar Beiersdorfer und stellt "eine kurzfristige Lösung" in Aussicht. Schon in der kommenden Woche soll die neue Nummer eins im HSV-Angriff unter Vertrag genommen werden. Das hofft zumindest der Trainer. "Wir werden in der nächsten Woche nochmal richtig wirbeln", sagt Doll. Mister X soll die Hamburger mit seinen Toren in die Königsklasse ballern. Doll: "Es wäre schön, wenn das klappt." Selbst wenn der neue Mann erst kurz vor dem Quali-Hinspiel zum Kader stoßen sollte, erhofft der Coach sich Soforthilfe. "Ich hätte kein Problem damit, den nach ein oder zwei Trainingseinheiten reinzuhauen", sagt Doll.
Auch die Spieler hoffen, dass sie den neuen Kollegen begrüßen dürfen, bevor sie sich mit der Mannschaft messen müssen, die sich in der abgelaufenen Spielzeit lange Zeit auf Augenhöhe mit Barcelona und Real Madrid befand. "Wir brauchen noch zwei Stürmer", sagt Mehdi Mahdavikia, "es würde uns helfen, wenn einer schon in der Champions-League-Quali dabei wäre. Der Sturm war in der letzten Saison unser großes Problem." Für die Behebung des Problems sind bislang Benny Lauth und Paolo Guerrero zuständig. "Osasuna ist eine gute Mannschaft", sagt der Peruaner, "aber ich mache mir überhaupt keine Sorgen."
Elf Tage hat Beiersdorfer Zeit, den Fisch an Land zu ziehen, der so dick wie möglich sein soll, ohne dabei eine zweistellige Millionensumme an Ablöse zu kosten. Ein Wettlauf gegen die Zeit. Verliert der Sportchef das Duell gegen die Uhr, bleiben die Hamburger dennoch siegesgewiss. "Eine Riesenherausforderung", sagt Doll, "aber die haben auch gesehen, welch kernige Saison wir gespielt haben." Sein Kapitän freut sich schon auf die Reise nach Spanien. "Meine Mutter und meine Großeltern kommen aus Chiclana. Ich mache dort jedes Jahr Urlaub", erzählt van der Vaart. Diesmal wirds `ne Dienstreise, und dem Kapitän wäre bedeutend wohler, wenn ein weiterer Kollege sich rechtzeitig dazugesellen würde. In dessen Anforderungsprofil steht nur eine Aufgabe: Er muss Tore machen!
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(MOPO vom 29.07.2006 / SEITE 34-35)
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28.07.2006, 19:01 #11Erfahrenes Mitglied Gamepad-Junkie
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