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    CL-Auftakt geglückt

    'Wir sind auf dem richtigen Weg'

    13.09.2006

    Vier Tore geschossen, keines kassiert – Uli Hoeneß hatte am Dienstagabend nach dem höchsten Sieg des FC Bayern zum Champions-League-Auftakt allen Grund, gut gelaunt zu sein. Mit einem Lächeln auf den Lippen marschierte er dann auch nach dem Schlusspfiff der Partie gegen Spartak Moskau durch die Mixed Zone der Allianz Arena. „Ergebnis 4:0“, mehr hatte er den wartenden Journalisten nicht mitzuteilen. „Bei 4:0 sage ich nie was.“ Dabei hatte das Spiel genügend Gesprächsstoff geliefert.

    Und so machte Hoeneß zehn Minuten später doch noch kurz Stopp an den Mikrofonen der Reporter und erklärte, warum der FC Bayern in der ersten und zweiten Halbzeit zwei völlig verschiedene Gesichter gezeigt hatte. „Fußball besteht aus Automatismen, und die sind natürlich nicht da“, sagte er zu den ersten 45 Minuten, in denen die Münchner deutlich überlegen waren (61 Prozent Ballbesitz), aber „kaum nennenswerte Aktionen“ (Felix Magath) vor dem Tor hatten.

    Magath geht Risiko

    „Die erste Halbzeit war ganz schlecht von uns“, sagte Mark van Bommel. Bayern-Trainer Magath begründete das wie Hoeneß damit, dass die Mannschaft noch nicht eingespielt sei. Durch die Länderspielpause, in der nur die halbe Mannschaft in München trainieren konnte, gab es kaum Gelegenheit, Neuzugang van Bommel ins Spiel zu integrieren.

    Zudem bot Magath gegen Moskau zum ersten Mal in dieser Saison Lukas Podolski und Claudio Pizarro als Sturmduo auf. Dahinter spielte mit Roque Santa Cruz ein dritter Stürmer im Mittelfeld. „Wir hatten in dieser Formation noch nicht zusammengespielt“, so Magath, der die Mannschaft aber bewusst so aufgestellt hatte. „Die Aufstellung war ein bisschen Risiko, aber ich wollte damit auch ein Zeichen setzen, dass es nach vorne gehen soll.“

    Nach der Pause platzt der Knoten

    Ging es aber in der ersten Halbzeit noch nicht – was auch am Gegner lag. „Moskau war sehr laufstark, sehr aggressiv und hat sehr defensiv gespielt“, so Magath. Mit blitzschnellen Kontern hätte Spartak sogar in Führung gehen können. Das 0:0 zur Pause war aus Sicht des FCB daher etwas glücklich.

    Wesentlich besser lief es in der zweiten Hälfte. Knackpunkt war die frühe Führung durch Claudio Pizarro (48.). „Durch das erste Tor ist ein Knoten gelöst worden“, sagte Magath, „das eine Tor hat Sicherheit gegeben.“ Roque Santa Cruz (51.), Bastian Schweinsteiger (71.) und Hasan Salihamidzic (84.) schossen danach einen deutlichen Sieg heraus, der laut Magath „auch in der Höhe verdient“ war.

    Noch nicht alles Gold, was glänzt

    Der FCB-Trainer freute sich vor allem über „die Art und Weise, wie wir in der zweiten Halbzeit das 4:0 herausgespielt haben. Das war schon toll. Man hat gesehen, dass die Mannschaft über spielerisches Potenzial verfügt.“ Auch Uli Hoeneß war begeistert: „Da waren drei, vier super Spielzüge dabei.“

    Grund euphorisch zu werden, gebe es aber noch lange nicht, betonte Magath. „Wir sind noch nicht so weit, dass es reibungslos läuft.“ Der Chefcoach bemängelte, „dass wir nach dem 4:0 ein bisschen leichtsinnig wurden und die Gäste mit einem Ehrentor nach Hause schicken wollten. Aber da hatte Oliver Kahn etwas dagegen.“

    Start geglückt

    Insgesamt fällt das Fazit des FC Bayern nach dem ersten Champions-League-Spiel der neuen Saison aber positiv aus. „Die Partie hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, meinte Magath und hofft auf „Auftrieb für die nächsten Partien“. Dass sich der Rekordmeister steigern muss, um die Gruppenphase zu überstehen, ist allen Beteiligten klar.

    „Es wird schwerere Gegner geben als Spartak Moskau“, sagte Philipp Lahm. Die zweite Halbzeit gegen Moskau macht aber Mut. Salihamidzic meinte: „So muss man in die Champions League starten und so muss es weiter gehen.“

    Für fcbayern.de berichtet: Nikolaus Heindl


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