Die Liste mit den Prozentzahlen eines guten Bildes stammt aus einem Profi-Forum. Sollte nur mal zeigen, was die am Ende dazu sagen und u.a. mal darauf hinweisen, dass man keinem professionellem Foto mehr trauen darf.
Allein "Germany's Next Topmodel" ist da hervorragend geeignet - müsst ihr euch echt mal anschauen, wie die Models da rumhüpfen, da müsst ihr mal die Lichtsituation beachten und dann müsst ihr mal die fertigen Fotos im Standbild betrachten - da ist der Wert von Photoshop manchmal schon deutlich über 30%!
Naja, die beste Bildbearbeitung ist immernoch die, die man nicht auf Anhieb sieht - im Endeffekt will man ein Bild verbessern und es nicht komplett künstlich aussehen lassen...
So, anderes Thema:
Bildsensoren gibt es bei DSLR aktuell nur 2 wirkliche Formate.
Das Vollformat und das APS-C.
Kameras mit Vollformat-Sensor sind vergleichsweise teuer - sind also die höheren Modelle wie z.B. die Canon EOS 5D MII oder 1D...
Die meisten anderen DSLR haben APS-C Sensoren - die sind etwas kleiner, haben also einen etwas beengteren Bildausschnitt - der Laie würde sagen, sie zoomen schon automatisch - anhand deines geposteten Bildes schon recht einfach zu erklären:
Nehmen wir an du hast 2 Kameras, beide 18Megapixel, eine Vollformat und eine APS-C. Beide knipsen mit dem selben Objektiv das exakt selbe Motiv von der selben Position aus. Wenn du dir die Bilder dann am PC anschaust haben beide erstmal die selbe Größe (18MP - macht eben Auflösung X*Y). Allerdings zeigen die Bilder einen anderen Inhalt.
Das Bild der Vollformat-Kamera ist eben das komplette Bild - das Bild der APS-C ist der Inhalt des zweiten Kästchens auf deinem Bild, aber eben vergrößert auf die Auflösung X*Y (gezoomt eben wie der Laie sagt).
Die Vergrößerung liegt hier bei 1,6. Das ist der sogenannte Crop-Faktor.
Daraus folgt: Wenn wir mit einer Vollformat DSLR mit einem 50mm Objektiv ein Bild machen und wir wollen exakt das selbe Bild mit einer APS-C DSLR Kamera nachstellen muss die Brennweite des Objektivs um den Faktor 1,6 kleiner sein um den selben Inhalt darzustellen - bringt uns zu 50mm/1,6=31,25mm - würde heißen mit einer Brennweite um die 30mm würden wir so ziemlich das selbe Bild hinbekommen, wie mit der Vollformat mit 50mm Brennweite.
Alles ein wenig technisch, hängt aber mit der Physik zusammen - Optik, Lichtbrechung tralala...
Im Endeffekt aber erstmal egal - ein Hobbyfotograf braucht kein Vollformat und selbst bei den Profis ists inzwischen Umstritten.
Es gibt immer noch ein paar Hirnis die rumtönen, dass die APS-C-Sensoren mehr Rauschen erzeugen würden als Vollformat (Kleinerer Sensor=Größere Spannung/Verstärkung... ), was aber heutzutage mit den aktuellen Bildprozessoren in den Kameras absolut hinfällig ist. Meine 600D rauscht ebensowenig wie die 5D...
In der Anschaffung ist APS-C jedenfalls günstiger und somit für den Hobby-Knipser besser geeignet.
Verwackelte Bilder sind kommen dann zu Stande, wenn das Licht nicht ausreicht. Wie ich in meinen Ausführungen von heute früh schrieb, ist das Licht das wichtigste Werkzeug des Fotografen und es muss genügend Licht durch das Objektiv kommen.
Tut es das nicht, setzt die Kamera (in der Automatik) den ISO-Wert hoch. Sollte das noch nicht ausreichen, verlängert sie dann noch die Belichtungszeit und hier wirds dann eben kritisch.
Gibt eine Faustregel für's knipsen aus der Hand:
Maximale Belichtungszeit = 1/Brennweite!
Heißt also in der Theorie, wenn du mit einer Brennweite 50mm knipst, dann kannst du aus der Hand noch bis zu einer Belichtungszeit von 1/50s aus der Hand knipsen ohne zu verwackeln.Bei APS-C entspricht die 50er Brennweite 80mm - heißt also 1/80s maximal.
Das sind schon sehr langsame Verschlusszeiten - Vergleich: beim Sport knipse ich mit 1/1000s.
Der überall beworbene Bildstabilisator (Der steck im übrigen meistens im Objektiv! Nicht in der Kamera!) sorgt in Extremsituationen dann dafür, dass man auch unterhalb dieser Verschlusszeiten noch brauchbare Bilder bekommt - man wirbt da mit 3-4 Blenden... (Verschlusszeiten werden in einzelnen Blendenstufen kategorisiert)
Wenn man aber eben genug Licht hat und/oder darauf achtet, dass die Verschlusszeiten schnell genug sind, dann braucht man das alles nicht.
Ich hab den IS (Image Stabilizer bei Canon) an 2 meiner Objektive dran, hab ihn aber immer aus!![]()
Ergebnis 1 bis 10 von 2012
Hybrid-Darstellung
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24.05.2012, 19:22 #1aka L0k1 GER Daddel König
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Geändert von XBU TenZeroNine (24.05.2012 um 20:31 Uhr)
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24.05.2012, 19:43 #2Erfahrenes Mitglied Profi Gamer
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Sehr gut erklärt und interessant. Aber eins interessiert mich...warum hast du den IS immer aus? Hat das einen gewissen Vorteil?
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24.05.2012, 20:31 #3aka L0k1 GER Daddel König
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Au man... ey, wirklich verstrahlt... -->
Zitat von TenZeroNine
Hier is natürlich ein Fehlerteufel drin und ich bin verstrahlt wie ich bin auch voll drauf fest gegangen...
Zitat von TenZeroNine
Richtig müsste es heißen:
10% Kamera & Objektiv
60% Bildaufbau & Motiv
30% Nachbearbeitung
Dadurch ists auch klarer zu erkennen, welche Rolle u.a. Licht und Auge spielen...
Sorry dafür.
@ BlackJack
Wie gesagt, ich achte auf meine Verschlussgeschwindigkeiten und von daher brauch ich den IS nie. Wenn ich ihn nicht brauche, schalte ich ihn aus und spare somit Akku.
Der IS funktioniert nämlich bei Canon indem sobald du den Auslöser halb durch drückst, ein kleiner Motor ein Linsenpaar in Schwingung versetzt um äußere Schwingungen auszulöschen. Musst mal am Objektiv hören, wenn du halb durch drückst
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24.05.2012, 21:16 #4aka XBU Ch4iiNsaW Profi Gamer
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Was genau ist denn die Verschlusszeit bzw wie kann man denn drauf achten?
Was haltet ihr denn von der Nikon D3000 für rund 360€XBU BautzeGears Fanatiker
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24.05.2012, 21:57 #5Erfahrenes Mitglied Profi Gamer
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Verschlusszeit oder auch Belichtungszeit ist die Zeit, wie lange der Sensor belichtet wird. Je länger belichtet wird, desto mehr Licht wird logischerweise aufgefangen.
@Tenzeronine: Gut, so hohe Verschlussgeschwindigkeiten brauche ich selten. Aber wirklich brauchen würde ich ihn wahrscheinlich trotzdem nicht. Hab ihn aber immer an. Stört mich nicht und Akku hab ich immer nen 2ten dabei
!
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24.05.2012, 22:38 #6aka XBU Ch4iiNsaW Profi Gamer
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Und jetzt hätte ich noch ne Frage und da bitte ich euch auch ins Detail zu gehen weil ich es garnciht durchblicke. Bei meiner jetzigen Kamera habe ich halt oben son Rädchen wo div. Buchstaben draufstehen. C, M und und und. Was sollte man wann nehmen?
XBU BautzeGears Fanatiker
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26.05.2012, 12:51 #7aka L0k1 GER Daddel König
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@ BlackJack
Najo, wenn ich mich mit geringen Brennweiten (von 18-100mm) bewege, achte ich drauf, dass ich (wenn's geht) immer schneller/gleich 1/160s Verschlusszeit habe - da verwackelt nix - es sei denn das Objekt bewegt sich schnell, dann muss sich auch der Verschluss schneller bewegen
Und wenn man draußen bei Tageslicht fotografiert, ist man selten bei geringeren Verschlusszeiten
@ Chainsaw
Also normalerweise sind Wahlräder mit Buchstaben drauf für die Auswahl des Belichtungsprogramms da. Da gibt's Automatikprogramme (wo die Kamera vieles selbst einstellt) und Manuelle Programme.
Weiß jetz nicht, wie das bei deiner kleinen ist, aber ich tippe mal feste drauf, dass "M" eine Art Manueller Modus ist, indem man alle (oder bei kleinen Knipsen "viele" ) Parameter, wie z.B. Blende, Verschlusszeit, ISO, Weißabgleich usw. selbst einstellen kann/muss. Den sollte man dann nutzen, wenn man 1. weiß was man macht
und 2. ein definiertes Ergebnis erhalten/reproduzieren will.
Reihenbilder z.B. machen meist nur im Manuellen Modus Sinn, weil man durch das festsetzen der oben genannten Parameter sicher sein kann, dass auch jedes Bild genauso belichtet ist - so kann man sie später im Photoshop z.B. problemlos zusammensetzen, ohne dass man erkennt, dass es mehrere Bilder sind.
Gutes Beispiel dafür ist das hier:

New Direction von TenZeroNine auf Flickr
Hier habe ich 3 Bilder zu einem zusammengesetzt, man sieht aber keinen Schnitt, oder Unterschied
Von der Nikon D3000 halte ich nicht sonderlich viel, da sie abgesehen von der geringen Mega-Pixel Zahl und ihrem Alter (die is von 2009) auch einen sehr beengten ISO-Bereich hat (100-1600 - aufstockbar auf max 3200) - damit wird's sehr schwer, bei etwas weniger Licht noch ordentliche Fotos zu machen.
Unter "etwas weniger Licht" fällt z.B. schon eine Aufnahme Abends im Wohnzimmer bei eingeschaltetem Licht - da stößt du bei ISO1600 schon an die Grenzen des machbaren, da die Kamera dann um den Lichtmangel auszugleichen automatisch die Verschlusszeit raufsetzen wird und du dann kaum noch ein scharfes Bild hinbekommst, weils eben verwackelt...
Auch wenn ich jetzt wieder ne Canon pusche, aber die von mir erwähnte 1100D geht da schon bis ISO6400 und hat auch 2Megapixel mehr Auflösung
Und wenn's eben unbedingt ne Nikon sein soll, dann schau dir lieber mal den Nachfolger, die D3100 an
- die ist um ne ganze Ecke besser als die D3000 und wird auch viel gehyped - kostet aber eben auch 3 Mark fünfzig mehr



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