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Die Mikrotransaktionen sind derzeit auf einem besonderen Prüfstand, denn nicht nur viele Gamer sind sie leid, sondern auch Politik und Behörden haben nun ein genaues Auge darauf. Eigentlich kennt man sie schon lange, vor allem aus den Apple- und Google-Stores für Smartphones und Tablets, aber auch auf Videospielkonsolen sind sie nicht unbekannt. Warum nun also der besondere Fokus auf das Thema?

Was meint man eigentlich mit Mikrotransaktionen?

Nun, im Grunde kann man das ganz einfach unter der Beschreibung „Kleine Spielinhalte für kleines Geld“ zusammenfassen. Diese Mikrotransaktionen erweitern ein Spiel um einen zusätzlichen Inhalt. Mal sind es Dinge kosmetischer Natur, beispielsweise neue Kostüme oder Waffentarnungen, mal sind es Käufe, die letztlich zu neuen Spielgebieten, Charakteren oder Waffen führen.

„Für kleines Geld“ ist zwar im Rahmen der Einzeltransaktion durchaus passend, da sie oft nur wenige Euro kosten - vielleicht mal 1,99 Euro oder 3,99 Euro – aber viele Spiele regen zum immer fortwährenden Kauf dieser kleinen Inhalte an, so dass am Ende durchaus eine stattliche Summe zusammenkommen kann.

Was stört die Spielergemeinde daran?

Die Mikrotransaktionen für Inhalte, die rein kosmetischer Natur sind und dem Customizing von Charakteren, Waffen oder Fahrzeugen dienen, sind denn meisten Spielern egal. Sie ändern nur die Optik von Dingen im Spiel, aber haben keinen Einfluss auf das eigene Gameplay. Dementsprechend kann es einem egal sein, wenn andere Gamer sich diese Inhalte kaufen, weil sie sich damit keinen Vorteil im Spiel verschaffen.

Ganz anders sieht das aber aus, wenn man sich durch Mikrotransaktionen bspw. bessere Waffen, stärkere Eigenschaften oder ähnliche, Gameplay-verändernde Inhalte beschaffen kann. Hier können sich Käufer von diesen Inhalten zumindest vermeintlich einen Vorteil verschaffen. Das verlockt natürlich den Spieler auf der einen Seite dazu, Geld auszugeben, während es die anderen Gamer verärgert, die zurecht schon darauf pochen, genug Geld für das Spiel selbst ausgegeben zu haben.

Die so genannte „Pay-2-win“-Mechanik ist dementsprechend unbeliebt, also das Bezahlen von zusätzlichen Inhalten, um zu gewinnen bzw. stärker zu spielen. Der aktuelle Aufschrei betraf vor allem das brandneue Spiel Star Wars Battlefront 2, welches bereits Einbußen bei den Spieleverkäufen aufgrund der Zurückhaltung der Gaming-Community verzeichnete.

Sind Mikrotransaktionen sogar Glücksspiel?

Die belgische Regierung wagt derzeit den Vorstoß und sieht die Pay2Win-Lootboxen von Star Wars Battlefront 2 als Glückspiel an und fordert ein Verbot in Europa. Auch weitere Länder beteiligen sich bereits an der Diskussion, die im Zusammenhang mit Geld und Sucht gebracht wird. Man will hier vor allem Kinder schützen, die schnell in eine Bezahlfalle für immer neue Mikrotransaktionen tappen könnten.

Erwachsene können hier schon eher den Überblick behalten und entscheiden, ob sie weiteres Geld für Spielinhalte ausgeben möchten. Sie können natürlich auch in Online Casinos zum Beispiel mit Alles Spitze Freispiele auch hineinschnuppern und später Echtgeld investieren. Kinder sollte man diesen Zugang nicht ermöglichen, sowohl bei Online Casinos wie auch bei den kostenpflichtigen Mikrotransaktionen.

Quelle: XBoxUser.de