Erfolge sind für mich so eine Art Hassliebe. Irgendwie mag ich sie, aber sie schrecken mich gleichzeitig auch ab. Ich bin leider Perfektionist und möchte immer alles komplettieren. Wenn ich etwas anfange, dann mache ich das richtig!
Die Achievements haben mich schnell gekriegt. Ich fand' das System cool, dass man sich global mit anderen vergleichen und sehen kann, wie weit man ist. Mir war sofort klar, dass nicht der Gesamt-GS zählt, sondern wie viel man in einem Spiel rausgeholt hat. Ich finde schon, dass das etwas aussagt. Es zeigt, ob sich jemand mit einem Spiel beschäftigt hat oder es nur angespielt hat. Ich hab' mir dabei aber immer nur die Spiele gekauft, die ich auch wirklich spielen wollte und nicht nur Spiele wegen der einfach zu holenden GS gekauft.
In meiner besten Zeit hatte ich eine Completion von 95%.Ich hab' dann aber auch zwei Spiele bekommen, die mich runtergerissen haben. Mittlerweile sind es viel mehr.
Ich liege zwar glaub' ich immer noch über 90%, aber es gibt viel mehr Lücken bei mir. Das liegt daran, dass sich die Erfolge mit der One stark verändert haben. Die Erfolge von Forza 5 und Forza Horizon 2 sind irgendwie komisch. Da sind so dämliche Community Erfolge dabei. Aber der größte Schwachpunkt liegt darin, dass sie den Maßstab komplett verworfen haben. Arcade Spiele hatten 200 GS und es konnten zwei Mal 50 GS per DLC hinzugefügt werden. Retail Spiele hatten 1.000 GS und es konnten vier Mal 250 GS per DLC hinzugefügt werden. Das ist einheitlich. Es gab' zwar ein paar wenige Ausnahmen, aber das waren eben wirklich nicht Viele, die zum Beispiel einen ungeraden maximal GS hatten.
Jetzt auf der One sieht das schon anders aus. Allein dass so kleine Spiele wie Limbo und Trials von Anfang an 1.000 GS haben zerstört den Maßstab völlig. Limbos Erfolge bringen 70 bzw. 100 GS. Trials Fusion kommt jetzt auf 2.500 GS. Das ist völlig absurd. Die beiden größten 360 Titel Gears of War 3 und Halo 4 kamen am Ende auf 2.000 GS.
Ich mag es einheitlich, ich mag Ordnung. Wie soll man denn da vernünftig vergleichen?
Mich schrecken Multiplayer Erfolge meist ab. Bei Spielen, die ich wirklich im MP zocken will oder es vorhabe ist das nicht weiter schlimm. Aber bei vielen Spielen finde ich den MP unnötig und aufgesetzt. Und wenn ich dann noch durch MP Erfolge dazu "gezwungen" werde den MP spielen zu müssen, verliere ich die Lust an dem Titel. Tomb Raider ist ein gutes Beispiel. Ich hab' gar keinen Bock auf den MP. Ich weiß, dass er mir nicht gefallen wird und nun muss ich mich trotzdem da durch quälen, weil ich möglichst 100% erreichen möchte. Deshalb fand ich die Entscheidung von Crystal Dynamics, keinen MP in Rise of the Tomb Raider einzubauen auch so gut. So kann ich mich ganz auf den Singleplayer, oder besser ausgedrückt, auf das Singleplayer-Erlebnis - denn das macht Tomb Raider wirklich gut - konzentrieren. Und da bekommen sie viel eher mein Geld, weil ich es für mich dadurch besser kalkulierbar bleibt, als wenn ich etliche Stunden damit verbringen müsste Rang XY zu erreichen.
Ich mag innovative und ausgefallene Erfolge im SP. Solche Dinge, die dich mal abseits des Gameplay Weges entführen und man etwas machen muss, was eben nicht gewöhnlich ist.
Viele Entwickler versuchen das auch im MP umzusetzen. Doch da finde ich das sehr unangebracht. MP Erfolge wie "Gewinne X Spiele in Spielmodus Y" oder "töte x Gegner" sind in Ordnung. Aber Erfolge wie "Töte 5 Mal 3 Gegner gleichzeitig mit einer Granate", "sticke 5 Gegner mit einer Plasma Granate im Free for All" oder "Töte im Free for All zwei Gegner mit einem Spartan Laser Schuss" sind einfach scheiße. Yes, I'm looking at you, Halo 3! Warum sind sie scheiße? Weil durch so einen Mist kein vernünftiges Spiel zustande kommt. Es gibt sehr viele Spieler, die eben auch alle Erfolge wollen. Und die werden dann jedes Mal, wenn sie den Spartan Laser haben versuchen diesen einen Schuss zu erzielen. Diese Erfolge verändern die Spielweise des Spielers und führen dazu, dass er das eigentliche Ziel aus den Augen verliert. Es ist ihm dann nämlich auch egal oder er stirbt oder verliert - er will erst mal nur diesen Erfolg. Dabei sollte doch beim MP der Wettkampf und das Überleben und Gewinnen im Vordergrund stehen. Und so hat weder der Spieler selbst, noch der Gegner, der sich ein faires, herausforderndes und ausgeglichenes Match gewünscht hat, etwas davon.
Solange MP Erfolge das eigentliche Spielprinzip unterstützen und nicht die Spielweise des Spielers verändern sind sie in Ordnung. Nur machen das die wenigsten Entwickler.
Also, ich mag auch Erfolge, aber sie beinflussen mich manchmal in der Spielwahl, obwohl das nicht der Fall sein sollte.
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10.09.2015, 10:20 #22Erfahrenes Mitglied Profi Gamer
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