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Der lila Drache ist zurück! Eingefleischte XBoxUser werden sich jetzt sicherlich fragen: Zurück? Ganz genau. Spyro ist erstmalig auf der Playstation 1 erschienen und feiert nun nach zwanzig Jahren sein Comeback als Remastered der ersten drei Teile für die Xbox One. Wir haben uns die Spyro Reignited Trilogy genauer angesehen und berichten euch, ob es sich lohnt reinzuschauen. 

Ein kleiner Crashkurs im Drache sein

Für viele Spieler wird die Spyro Reignited Trilogy ganz neu sein - außer ihr habt bereits eines der Skylanders Spiele gezockt oder aber The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon. Deshalb vorab ein kleiner Auffrischungskurs zum kleinen lila Flitzer. Die Spyro Reignited Trilogy beinhaltet - wie der Name schon verrät - die ersten drei Teile der damals erstmals erschienen Version. Nämlich "Spyro the Dragon", "Spyro 2 – Gateway to Glimmer" und "Spyro 3 – Year of the Dragon". Der kleine Feuerspucker ist ein Jump'n'Run in einer kunterbunten Welt. Ihr könnt euch frei bewegen, ähnlich wie bei Mario 64 oder Crash Bandicoot. Neben dem Rennen und Hüpfen ist das Gleiten unsere primäre Fortbewegung. 

Gegner schalten wir aus, indem wir Feuer spucken oder sie mit kräftigem Anlauf auf die Hörner nehmen. Unsere Hauptaufgabe als Drachenjüngling ist es, eure ausgewachsenen Artgenossen aus einer Steinstarre zu befreien. Indem wir gestohlene Dracheneier sammeln oder uns Talismane verdient, können wir uns im Kampf gegen die Tyrannen verteidigen.

Größtenteils sind wir im Spiel auf uns alleine gestellt. Zwar haben wir hier und da einen Verbündeten, jedoch helfen uns diese nur bedingt. Die Libelle Sparx hingegen ist stets an unserer Seite. Sie zeigt uns durch ihr Leuchten unsere Lebensleiste an. Haben wir einen versteinerten Artgenossen gerettet, wird eine Zwischensequenz eingeleitet. Gerade am Anfang geben uns die älteren, weiseren Drachen noch einige Tipps, wie wir unseren Jüngling besser steuern können oder andere hilfreiche Tipps zum Spiel. 

Genau so abwechslungsreich wie bunt

Ist uns das Sammeln von Edelsteinen zu langweilig geworden, geht's im zweiten Teil auch schon mit witzigen Minispielen weiter. Hier können wir unser Können unter Beweis stellen. Lust auf eine kleine Skaterrunde? Kein Problem! Zwischendurch etwas Eishockey? Lässt sich einrichten. Je besser ihr seid, desto mehr Edelsteine gibt es als Belohnung. Haben wir genug Steine gesammelt, geht es auch schon weiter ins nächste Level, um die versteinerten Kollegen zu retten.

Die Entwickler haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Das Spiel wirkt nicht so, als hätte man hier und da ein paar Kanten geglättet und die Welt etwas aufpoliert. Es lässt sich wirklich gut spielen, läuft trotz nur 30 FPS ziemlich flüssig und macht einiges her. Spyro ist nicht nur für die Kleinen etwas, sondern durch die unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen auch etwas für die Großen. Auch wenn es am Anfang nicht den Anschein hat, einige Sprungpassagen und Minispiele sind wirklich herausfordernd. Falls ein Gegner mal zu viel Kraft hatte und ihr zum letzten Checkpoint katapultiert werden, ist das kein Weltuntergang. Die Checkpoints sind großzügig verteilt, so dass kein Frust aufkommt. 

Wirkliche Neuerungen gibt es zu den original Spielen nicht. Nur die Herausforderungen wurden zum Teil neu erfunden oder erweitert. Außerdem könnt ihr eine Minimap im Spiel einschalten, die im linken unteren Bildschirmrand auftaucht. So habt ihr etwas mehr Orientierung beim Sammeln von Edelsteinen. Die Musik im Spiel hingegen wurde komplett neu aufgenommen. So kommt ihr in den Genuss von ungefähr dreißig neuen Soundtracks zum Spiel. Bonus: Wenn ihr darauf keine Lust habt, könnt ihr die originale Musik vor zwanzig Jahren im Menü unter den Optionen einfach einschalten. 

Kleiner Drache, kleine Macken

Trotz der kunterbunten Welt und dem süßen, lila Feuerspucker gibt es auch ein paar dunkle Seiten. Nicht alles ist durchdacht. Beispielsweise ist die Steuerung an einigen Stellen schwergängig. Besonders in den Unterwasser-Level hat unser kleiner Freund Probleme. Frustrierend ist auch die Kamera, die manchmal einfach nicht das macht, was wir wollen. Gerade bei Boss-Kämpfen ist das zu unserem Nachteil. Da landet die ein oder andere Flamme schon mal neben dem Gegner. 

 

Fazit

Wer schon immer auf ein Remake von Spyro gewartet hat, der wurde jetzt erhört. Die Spyro Reignited Trilogy bietet die Neuauflage, die Fans verdient haben. Der Charme des Originals wurde bewahrt und einige hilfreiche Neuerungen erweitern das Spiel mit Mehrwert, wie einer zuschaltbaren Minimap oder aber dem Wechseln der Soundtracks von der Neuauflage zu den zwanzig Jahre alten Originalen.

Zwar ist das Spiel nicht besonders herausfordernd und auch die Gegner sind eher drollige Hindernisse als echte Gefahren, jedoch passt das Gesamtkonzept und schließlich soll das Spiel nicht nur den Großen gefallen, sondern auch den Kleinen viel Freude bereiten.

Liebevolle Zwischensequenzen und viele Minispiele à la Eishockey oder Skateboard fahren runden den Spielspaß ab. So habt ihr genügend Abwechslung, um alle drei Teile wenigstens einmal durchspielen zu können.


Bewertung

Pro

  • gelungenes Remake
  • abwechslungsreich
  • drei Spiele in einem

Contra

  • Steuerung teilweise recht holprig
  • an einigen Stellen leichte Kameraprobleme
  • keine große Herausforderung

Gameplay 8 von 10
8/10
Grafik 8 von 10
8/10
Sound 8 von 10
8/10
Umfang 8 von 10
8/10
Story 7 von 10
7/10
Umsetzung der Neuauflage 8 von 10
8/10
Spielspaß 8 von 10
8/10
XBU-Silver-Award
8

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