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Wir wurden nach einem kurzen Aufenthalt in einer nachgebauten futuristischen Bar von Cyberpunk 2077 auf der Gamescom in das Vorführkino eingeladen, wo wir dann an der HandsOff Demo teilhaben konnten. Präsentiert wurde das Ganze durch einen der Leveldesigner, der uns die verschiedenen Optionen der unterschiedlichen Klassen demonstriert hat. 

Die pulsierende Cyberpunk-City

Ich muss tatsächlich sagen, dass mich am meisten die Atmosphäre der Stadt beeindruckt hat. Die Cyberpunk-Welt, in die wir hineingeführt wurden, wirkt absolut lebendig. Es gibt neben den vielen Passanten, Stores und fliegenden Autos, auch viele kleine Details, die man bei der Umsetzung berücksichtigt hat. Beispielsweise die Werbung, die dynamisch auf die Häuserflächen geschaltet wird, sobald man daran vorbeiläuft. Die vielen kleinen Sounds und die abgefahrenen Bewohner, die auf verschiedene Weise augmentiert wurden und scheinbar ihren Tätigkeiten nachgehen. All das erweckt den Eindruck einer lebenden Stadt.

Ein Treffen mit einem zwielichtigen Netrunner

In der Demo treffen wir auf den Netrunner Placid, für den wir einen Auftrag ausführen sollen. Placid ist alles andere als vertrauenswürdig. Aber im eigenen Interesse folgen wir seinen Anweisungen.

Hierbei wird auch vom Kommentator darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns mit seinem neuralen Netzwerk verbinden müssen. Dies ist äußerst gefährlich, da jeder in dieser Welt eine Art digitalen Zugang hat, der dafür genutzt werden kann, die Wetware, die unserem Kopf ist, beliebig zu manipulieren. Aber sei es drum. No risk, no fun!

Einmal mit uns verbunden, kann Placid durch unsere Augen schauen und Anweisungen geben, wo wir lang müssen. Wir haben als Auftrag in das Hauptquartier der Animals vorzudringen. Das sind keine plüschigen Tiere, sondern eine Underground-Gang, die alles andere als kuschelig drauf ist.

Wir begeben uns mit dem coolen Motorrad zum Ort und hierbei fällt erneut die beeindruckende Immersion der City auf. Die Effekte sorgen dafür, dass sich Umgebung lebendig anfühlt und in bester GTA-Manier können wir uns einen Track aussuchen, der unsere kurze Reise dahin begleitet.

To stealth or not to stealth

Wir haben die Wahl zwischen einer stealthigen Vorgehensweise und der Rambo-Manier. Um zu schauen, welche Stealth-Möglichkeiten das Spiel bietet, wählen wir Ersteres auf Nachfrage unseres Vorführers.

In der Demo konnte dafür fröhlich zwischen verschiedenen Klassen hin und her geswitched werden. Das ist so in der finalen Version nicht gedacht, was den Anreiz auf eine Wiederspielbarkeit erhöhen soll.

Man hat im Spiel laut CDP übrigens die Wahl, ob man jemanden töten oder leben lassen möchte. Es soll ebenfalls möglich sein, das komplette Spiel zu bestehen, ohne auch nur eine einzige Person zu töten.

Wir kommen an einer verschlossenen Tür vorbei, die uns den einfachen Weg versperrt. Wir müssen also durch die Haupthalle, wo viele gefährliche Gegner warten.

Wir schleichen uns an der Hauptgruppe im Gebäude vorbei, packen die ǵlühende Klaviersaite aus und erwürgen einen Kerl, der uns gefährlich werden könnte. Völlig lautlos versteht sich.

Obendrein werden uns die Hackingfähigkeiten demonstriert. Man kann nicht nur die Auto-Geschütztürme hacken und somit gegen die eigenen Truppen feuern lassen, sondern im Kampf lässt sich die besagte Cyberklavierseite auch als eine Art Peitsche verwenden, die das Hirn von augmentierten Menschen hacken kann. Praktisch, dass bei den Animals so gut wie alle augmentiert sind.

Stealth? Braucht kein Mensch!

Da man wie gesagt in der Demo switchen konnte und wir auch die Action-Variante sehen wollten, switchte der Leveldesigner auf eine andere Klasse, um uns diese vorzuführen. Diese hatte es in sich. Zwar hatte dieser Charakter keine Hacking Skills aber dafür brachiale Kraft und Nahkampffähigkeiten.

Wir kommen wieder an besagter Tür vorbei aber haben inzwischen die Option, diese mal eben mit den nackten Händen aufzubrechen und aus den Angeln zu reißen. Bäm! Die Tür kracht auf und wir haben einen Raum voller alarmierter Gang-Mitglieder, die wild auf uns einstürmen. Dieser Build hat ebenfalls sehr gute Nahkampffähigkeiten und dekoriert Gesichter auf die schnelle Weise um.

Hier geht es ebenfalls nicht zimperlich zu. Parallel dazu, hat dieser Runner auch die Möglichkeit schwere Waffen zu nutzen. Nachdem das Autogeschütz lahmgelegt wurde, können wir uns die schwere Wumme daraus schnappen und die Gegner schick niedermähen.

Man merkt beim Gunfight schon, dass es sich um eine Mischung aus Shooter und Rollenspiel handelt. Wie in üblicher RPG-Manier poppen Schadenszahlen über den Köpfen der Gegner auf, die uns anzeigen wie effektiv der Gegner womit getroffen wurde.

Traue niemals einem Corporate Anhänger

Kaum sind wir am Zielort angekommen, bricht der Kontakt mit Placid ab.

Wir sehen uns einem Coporate Watchdog gegenüber, der uns von dem Kontakt mit Placid abrät. Placide hat uns angeblich hintergangen, erklärt uns dieser. Wir sollen nun anstelle dessen mit ihm und seinen Dienstherren gemeinsame Sache machen.

Wir wurden an der Stelle erneut befragt was wir wollen - wir trauen keinen Corporate Menschen! Also haben wir ihn kampfunfähig gemacht und wollen gerade weg, als wir geröstet werden.

Verdammt, der Anhänger hatte Recht. Placid röstet die Corporate Agenten und uns direkt mit. Aber wir überleben. Warum? Wir haben da einen besonderen Chip im Kopf, der uns eventuell davor bewahrt hat. Wieso und weshalb wissen wir noch nicht. Also statten wir Placid einen Besuch ab?

Hier an der Stelle merkt man eindrucksvoll, welche Entscheidungsmöglichkeiten einem das Spiel bieten wird.

Unser Eindruck

Cyberpunk 2077 verdient der Demo nach zu urteilen wirklich die immense Aufmerksamkeit. Was die Jungs von CDP hier umsetzen wollen, ist einfach gewaltig. Nicht nur in der schieren Dimension des Spielausmaßes, sondern ebenfalls in den vielfältigen Möglichkeiten, das Spiel nach seinem persönlichen Gusto zu spielen. Jeder Rollenspieler, der auch nur annähernd etwas mit Cyberpunk anfangen kann, kommt an diesem Titel nicht vorbei. Wir können es jedenfalls kaum erwarten, das Spiel nächstes Jahr selbst zu spielen.

Quelle: XBoxUser.de

1 Kommentar

XBU Buttercup Fr, 23.08.2019, 15:18 Uhr

Danke für deinen ausführlichen Bericht! Ich bin echt meega gespannt <3