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In letzter Zeit erhalten wir immer mehr Fortsetzungen über Fortsetzungen. Hier und da erscheint mal ein neues Game aber insgesamt ist es mehr oder weniger dasselbe in grün. Egal ob es jetzt das tausendste FIFA, Forza, CoD, Halo, Gears etc. ist.

Warum ist das so? Gerade Firmen wie EA und Activision müssten doch Geld ohne Ende haben, um zumindest 1-2 Mal im Jahr einen innovativen Titel herauszubringen. Anstelle dessen gibt es nur noch Sequels.

Klar, es gibt da einen großen Haufen Indi-Titel. Und ja, hier und da gibt es zumindest in dem Bereich auch tatsächlich mal ein erfrischendes Spielprinzip. Doch wo bleiben die dicken Triple-A-Titel, für die ich mir die Konsole eigentlich gekauft habe?

Gleiches gilt meiner Meinung nach für die Xbox One X. Die Konsole hat zwar mehr Power unter dem Hintern, bietet aber mehr von dem selben Prinzip. Wie wäre bspw. mal ein innovativer Controller? Ich erinnere mich an frühes Modell für die Steam-Machine, der anstelle der Analog-Sticks zwei Track-Pads für die Daumen hatte. Das war doch mal ein frisches und interessantes Konzept!

Aber nö, man bringt mehr Hardwarepower raus und wiederholt im Übrigen den gleichen Fehler wie bei der Einführung der One. Man konzentriert sich nur auf die Hardware und vergisst im gleichen Zuge exklusive Titel und damit einen zusätzlichen Kaufanreiz für die Konsole herauszubringen.

Phil Spencer beteuert im aktuellen Unlocked-Podcast von IGN, dass in 2-3 Jahren Titel herauskommen sollen, die für die Xbox One X designt wurden. Hmm, ja. Etwas wenig und zu spät meines Erachtens. Sollen die Leute dann die Konsole lieber erst in 3 Jahren kaufen, oder welches Konzept steckt dahinter? Vor allem was macht Microsoft wenn Sony aktuellen Gerüchten zufolge nächstes Jahr eine PS5 herausbringt, die nochmal deutlich mehr Power hat?

Ich würde mich auf jeden Fall über innovativere Spiele freuen. Vielleicht hält ja die gamescom im August doch noch die ein oder andere Überraschung parat.

Quelle: XBoxUser.de

9 Kommentare

zHeinekenX Di, 22.08.2017, 22:34 Uhr

XBU MrHyde schrieb:
Innovation an sich finde ich schwierig, weil immer etwas ganz Neues erfinden auch nicht einfach ist. Aber neue Spiele finde ich wichtig und da kamen ja doch ein paar Überraschungen wie Anthem oder Skull & Bones auf der e3. Mir fehlt genau das vor allem von Microsoft. Vielleicht trauen die sich nach Quantum Break und Recore auch nicht mehr so. Who knows... aber da muss in den kommenden Jahren mehr kommen.

sehe ich genau so . Aus solchen Fehlern muss man doch lernen . Das kann es doch nicht sein !
Also ich hätte schon lust auf die neue Xbox aber ich denke da warte ich noch etwas. Falls Sony da nachziehen sollte. Gebe ich nach über 10 Jahren mal wieder Sony eine Chance !
Kann ja einfach nicht sein , was MS da treibt !

Oder ein Pc mal wieder... schauen wir was die Zukunft bringt

Jason_V. Di, 22.08.2017, 19:44 Uhr

Für mich als Gelegenheitszocker ist das leider ein Segen. Auch wenn es um Filme geht freue ich mich, wenn es eine neue Story von etwas gibt, was mir auch in der Vergangenheit schon gefallen hat.

Bei der XBOX ist es für mich so, dass ich einfach nicht die Zeit habe, mich über Spieleneuerungen auf dem Laufenden zu halten und dann probeweise etwas kaufen und anspielen kann.
Darum: kommt ein neues Farcry, bestell ich mir das vor weil ich weiß, dass ich das Spiel sicher mag. Ebenso RedDeadRedemption beispielsweise, da freu ich mich jetzt ewig lange drauf.

Abseits von "meinen Spielereihen" ist mir vieles wirklich nicht bekannt und selbst wenn, fehlt mir zu den meisten Games die Hintergrundinfo um herausfinden zu können, obs vielleicht was für mich ist.

Für viele mag das richtig blöd sein, aber für die Publisher und mich ist das easy going, kein Risiko, alles super.

XBU Philippe Fr, 23.06.2017, 10:49 Uhr

Stimmt, Sunset Overdrive fand ich richtig cool. Das hat mir echt Spaß gemacht und war etwas Neues, Frisches.

Es gibt immer wieder mal neue, frische Innovationen, aber das Problem ist tatsächlich der Kunde. Ich gebe allen anderen da recht. Wer dann lieber das x-te Fifa nacheinander kauft, das neueste Call of Duty haben muss, ja, dann haben es die neuen Spiele schwer, sich gegen die Riesen zu behaupten.

Es war aber schon einmal schlimmmer. Vor 2-3 Jahren hatte ich so eine Downphase mit Games, wo ich fand, das alles das Gleiche ist. Momentan kommen aber mit Indie-Spielen immer mal wieder kleine Perlen auf den Markt. Das reicht mir. Ich verzichte schon seit Jahren auf Call of Duty und Fifa und Konsorten. Lieber genau das eine kleine Spiel finden, das mir Spaß macht, und gut ist. Ein Wolfenstein zwischendurch, ein Bioshock, ein Sunset Overdrive, ein Yooka-Laylee. Für mich z.B. ist es ein erfolgreiches Jahr, wenn ich ein Spiel hatte, was mich begeisterte :)

D.h. so pessimistisch wie Sven (ringdrossel) sehe ich das mittlerweile nicht mehr :)

P.S. Das geht jetzt zu weit, deswegen nur kurz: Prinzipiell ist der Mangel an Innovation eine Folge des Kapitalismus, wie wir ihn haben. Wenn man sich anschaut, was es an großen, technischen Innovationen seit den Anfang 2000ern gab, ist es sehr, sehr wenig. Das Smartphone allerhöchstens, aber das ist nur eine Weiterentwicklung des Handys und des Laptops. Das Internet war der letzte große Sprung in den 90ern und bis heute sind es nur Minimalentwicklungen, da sich damit mehr Profit machen lässt, als mit einer großen Innovation. Siehe Autos: Nur Stück für Stück werden die elektrischen Autos besser und momentan ist es nur die eine Marke, Tesla, die ein wenig etwas bringt. Theoretisch wäre deutlich mehr möglich. Die Ausrichtung des Kapitalismus fördert große Innovationen eben NICHT. Aber ich will das nicht zu einer Polit-Technik-Debatte machen :D Besser, wir bleiben bei Games. :D

Fl4m3rX Fr, 23.06.2017, 09:43 Uhr

Ich habe erst letztens mit einem Freund drüber gesprochen. Das hat einfach soooo viele Gründe, die da mit rein spielen. Ich versuche das mal abzukürzen.

Zum einen gebe ich Rüpel Recht. Ich sage das seit Jahren. Unser subjektives Empfinden spielt uns einen Streich. Als Kinder fanden wir das alles total aufregend und geil. Heute nicht mehr. Und wir wollen diese alten Emotionen dabei zurück. Aber es sind nicht die Spiele, die schlechter geworden sind. Es sind wir, die uns an die Spiele gewöhnt haben. Wir flippen nicht mehr sofort aus, wie früher. Unsere Glücksgefühlschwelle ist nach oben gerückt. Wie bei einem Drogenabhängigen, der mehr und härteren Stoff braucht, um denselben Rausch erleben zu können.
Rocket League gab mir letztes Jahr dieses Gefühl aus meiner Kindheit zurück, das ich immer damit vergleiche, wie wenn man als Kind ein Beat 'em Up gespielt hat. *haut wild auf die Tasten* "BOAH KRASS!!! Wie hast du die Kombo jetzt gemacht?! ULTRA GEIL!!!!!!!!!!!!11111"
Dieses überschwängliche Gefühl gab es in der Anfangsphase bei jedem einzelnen Tor. Ich bin voll ausgeflippt. Und das hat echt gut getan. Mittlerweile nach über 2000 Spielen passiert das nur ganz selten mal bei wirklich genialen Torschüssen.
Ich kann nur jedem empfehlen Rocket League mal auszuprobieren. Das ist ein innovatives, frisches Spiel, das es aus dem Indie Bereich heraus geschafft hat auf die große Bühne.

Und auch beim nächsten Punkt stimme ich Rüpel zu. Die Gamer sind auch selbst dran Schuld und die Branche ist zu groß geworden für Fehltritte.
Microsoft hat es mit neuen Titeln versucht, die auch gar nicht so schlecht sind - Quantum Break und Sunset Overdrive. Beides sind wirklich gute Spiele, aber die Spieler interessieren sich irgendwie nicht dafür. Heutzutage ist scheinbar nur noch Platz für richtig dicke Verkäufe. Und da sich diese beiden Titel nur gut verkauft haben, wird es wohl keine Nachfolger geben. Hätte es diese Spiele früher gegeben, als unser Hobby noch nicht ganz so auf Geld fixiert war, wäre das sicher anders gelaufen.

Das ist doch auch der Grund, warum keine neuen Titel mehr rauskommen. Die Produktionskosten sind einfach so riesig geworden, dass man das Geld auch wieder reinholen muss. Die Spieler selbst wollen einfach gar nichts Neues ausprobieren. Das ist ihnen zu anstrengend. Sie wollen das spielen, was sie können, damit sie zeigen können, dass sie gut darin sind.
Und wenn dann echt gute Spiele, wie die beiden genannten einfach von den Spielern ignoriert werden und ein Verlustgeschäft ist, würde ich als Geschäftsmann auch einfach das machen, was der dumme Großteil der Spieler kauft - nämlich den sechshundertsten Teil von Call of Duty.

Ich selbst war auch so. Ich wollte irgendwie gar nichts Neues ausprobieren und bewegte mich spielerisch eigentlich nur in meiner Comfort Zone. Seit zwei Jahren probiere ich mal Neues aus. Deswegen habe ich mir auch Sunset Overdrive, das neue Tomb Raider oder auch Quantum Break gekauft, das ich sonst nie angefasst hätte. Und siehe da, ich liebe sie. Und dieses Jahr sogar ein Genre, das ich seit 20 Jahren nicht mehr gespielt habe - Real Life Strategy mit Halo Wars 2. Auch das gefällt mir sehr gut.
Um etwas zu verändern müsst ihr auch mal Neues ausprobieren.

Liutasil Do, 22.06.2017, 16:46 Uhr

XBU MrHyde schrieb:
Innovation an sich finde ich schwierig, weil immer etwas ganz Neues erfinden auch nicht einfach ist. Aber neue Spiele finde ich wichtig und da kamen ja doch ein paar Überraschungen wie Anthem oder Skull & Bones auf der e3. Mir fehlt genau das vor allem von Microsoft. Vielleicht trauen die sich nach Quantum Break und Recore auch nicht mehr so. Who knows... aber da muss in den kommenden Jahren mehr kommen.

Öhm na ja, ich dachte mir erstmal Skull and Bones, Ubisoft? Alter warum klaut ihr jetzt schon wieder. Da ja schon ein Piratenspiel in Mache ist mit Sea of Thieves. Was ich auch wesentlich interessanter finde. ;) Und wir das nicht von MS vertrieben, unter anderem....? ;(

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