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Die gamescom in Köln ist für uns XBoxUser jedes Jahr natürlich ein Pflichtprogramm, welches wir auch gerne absolvieren, schließlich können wir dort zahlreiche kommende Xbox-Spiele vorab testen. Trotzdem habe ich persönlich das Gefühl, dass der Wahnsinn an Menschenmassen an den Publikumstagen immer schlimmer wird.

Seit den letzten Jahren ist es mittlerweile schon "normal", dass auf dem Presse- und Fachbesuchertag bei einigen Spielen mit Wartezeiten über einer Stunde gerechnet werden muss. An Publikumstagen, also ab dem Donnerstag, ist es dann durchaus möglich, dass man zwei, drei oder vier Stunden für einen Top-Titel anstehen muss. Kein Wunder, wenn die Verantwortlichen der Messe immer mehr Menschen den Zutritt erlauben. Das unten geschossene Foto stammt vom Donnerstagmittag - es ist nicht davon auszugehen, dass es am heutigen Samstag besser ausgesehen hat.

Es kann doch nicht sein, dass man so vielen Menschen den Zutritt zu den Messehallen ermöglicht, aber dadurch gleichzeitig den Sinn der gamescom ad absurdum führt. Sinn sollte sein, dass Videospiel-Fans ihre Games anspielen können. Sinn kann nicht sein, dass es aus Sicherheitsgründen - wie ebenfalls auf dem Foto von Donnerstag unten - notwendig ist, Menschenmassen nach außen umzuleiten, um Schlimmeres zu verhindern. In dem Moment, in dem ich dort ankam und das Foto schoss, begannen die unten in Gelb gekleideten Ordner damit, den Bereich für den Aufstieg und die Fahrt mit der Rolltreppe nach oben abzusperren. Fast zu spät, denn als wir wenige Sekunden später mit der Rolltreppe nach unten kam, gab es kaum mehr einen Auslauf und die ersten Menschen traten sich gegenseitig in die Hacken, da man sich einem riesigen Pulk von Menschen entgegen stellen musste, die nach oben wollten. Viel später hätte die Absperrung nicht kommen dürfen und es gehört auch schon Glück dazu, dass es bei diesen gefährlichen Punkten, wo riesige Massen aufeinander treffen, nicht zu schlimmen Paniken oder Verletzungen gekommen ist.

Also bereitet dem gamescom-Wahnsinn endlich ein Ende! Verkauft weniger Karten und lasst die Spiele wieder in den Vordergrund rücken. Danke.

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24 Kommentare

Bibo1 Mo, 17.08.2015, 15:35 Uhr

Ich werde da wohl auch nie hingehen. Viel zu voll. Hauptsache die Kasse klingelt. Solange es keine Toten gibt wird sich daran auch nichts ändern. Es muß wahrscheinlich erst sowas wie bei der Loveparade 2010 passieren bis man umdenkt.

XBU Lunatik Do, 13.08.2015, 13:30 Uhr

Die Gamescom hatte schon immer elementare Grundprobleme. Das fängt mit dem Veranstalter auf und endet mit dem Besucher.

Das Messegelände ist für die Gamescom nicht problematisch. Der Zugang vom Eingang Bahnhofsseitig ist nunmal für Massen ab mehr als 500 Menschne pro Minute halt zu klein. Das Problem ist dann auch, dass man sich vom Business Bereich zum Comsumer Bereich größtenteils nur über diesen Gang kommt. Nadelöhr ist dann diese bekannte Treppe, wovon Stefan auch das Bild geschossen hat. Wohl der Schwachpunkt dieser Messe in Anbetracht der horrenden Menschenmassen.

Doch das Problem liegt auch beim Veranstalter selbst. Die Stadt Köln hat zusammen mit dem Veranstalter die Gamescom zu einem Massenereignis umfunktioniert. Es wird schon Monate vorher die Werbetrommeln betätigt und kräftig für die Gamescom geworben. Mit hunderten Events außerhalb der reinen Gamescom. Ist doch im Grunde nicht schlecht. Es ist für die hiesige Wirtschaft rund um Köln doch nicht schlecht. Doch insgesamt hat es der "GC" doch geschadet. Denn mit diesem Medialen Aufwand kommen auch mehr Leute hin ... und der Veranstalter lässt da auch wirklich soviele Menschen rein wie es geht. Da platzt die Hütte förmlich aus allen Näten, da werden vorne soviele reingelassen das die hinten wieder rausgedrängt werden ;) Auch der typische Termin wird schon seit Jahren versucht, in der besten Ferienzeit für alle Bundesländer festzusetzen. Aus der beschaulichen Games Convention mit einem ausgewogenen Gleichgewicht aus Fachpresse und Publikum wurde eine rund 350k Besucherveranstaltung.

Das Problem am "Fachbesucher"-Tag ist auch, dass es schon seit einigen Jahren nichts mehr mit Fachbesucher zutun hatte. Ich habe es aus dem Bekanntenkreis doch mitbekommen. Ein Bekannter führt eine IT-Dienstleitungsfirma und über diese bis zu 5 Pressetickets anfordern. Gehohlt er für sich und seinen Sohn eine (welcher gerade einmal 15 Jahre alt ist). Und so ist das auch bei anderen Firmen, welche überhaupt nichts mit der Branche zutun haben. Da kommen anfragen von Firmen oder Privatleuten, nennen einen medialen Grund an der GC als Fachbesucher teilzunehmen und fertig. Ich weiß auch nicht genau wer dort die Tickets rausgibt aber allzu streng sind die Kontrollen wohl nicht.

Fl4m3rX Do, 13.08.2015, 12:01 Uhr

Man, was ihr so erzählt hört sich ja übel an. Ich war dieses Jahr nicht vor Ort, aber in den letzten drei Jahren ist die Besucherzahl stetig und groß angestiegen.
Ich hab's ja auch immer gesagt, dass der Versuch die Videospiele massentauglich zu machen auch seine Schattenseiten mit sich bringt. Videospieler sind nicht mehr die Außenseiter und Randgruppen weil heutzutage im Prinzip jeder spielt, aber gleichzeitig kommen eben auch Mutti und Opa mit zur Messe, die "einfach mal gucken wollen".

chief Do, 13.08.2015, 11:47 Uhr

Die brauchen mal einen Dämpfer...
Wie schon erwähnt die dort vor Ort waren mit diesen Bildern zum Ordnungsamt o.ä. gehen.

Eventuell sogar Anzeige erstatten...

Wer nicht hören will muss fühlen!

TheGreenChris Do, 13.08.2015, 11:15 Uhr

XBU Dirty schrieb:
Aktuell prahlen die Veranstalter damit, dass man die Fachbesucherzahlen um 110% steigern konnte...

D.h. nächstes Jahr wirds noch voller, schließlich muss man sich heute zu Tage ja immer steigern ...

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