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Für Valfaris braucht man gute Nerven, dass sieht man schon am ersten Erfolg, den man vermutlich schnell freischalten wird. Für einen Gamerscore-Punkt gibt es das Achievement „xxxx“ mit dem Text „xxxxx“. Für unseren Testbericht sind wir auch weit öfter gestorben als nur einmal…

Jetzt schaffe ich es…!

Valfaris ist eines dieser Spiele, die einen zur Weißglut bringen aber bei einem Erfolg auch ein kleines Glücksgefühl verschaffen können. Der Titel ist auf jeden Fall eine Herausforderung und richtet sich an frustresistente Hardcore-Gamer, denn die Schwierigkeit hat es in sich. Die Kombination von diversen Gegnern und einiger Geschicklichkeitspassagen zusammen mit der Tatsache, dass ihr beim Ableben am letzten Checkpoint landet, sorgt dafür, dass ihr viele Passagen mehrfach spielen werdet.


 
Oft wird es so sein, dass ihr an manchen Checkpoints problemlos vorbeikommt oder auch nur mal zwei bis drei Anläufe benötigt, dann warten aber immer wieder extrem knackige Passagen auf euch. Das sind nicht immer nur die mächtigen Boss-Gegner am Ende eines Levels, sondern auch schon Mini-Bosse und besondere Abschnitte zwischendurch, die euch Nerven kosten können. Da kann es durchaus mal sein, dass ihr auch noch Versuch Nummer 15 oder 20 startet, bis ihr es endlich geschafft habt.
 
Zum Glück fällt man nie allzu weit zurück, so dass keine Frustration dadurch entsteht, endlose Dungeons immer wieder neu zu spielen. Nein, es sind die zum Teil bockschweren Teil-Abschnitte, die euch auch mal in den Wahnsinn treiben können. Das gehört aber einfach zum Spielprinzip dazu. Wie sagt der eingangs erwähnte Erfolg so schön: „Gewöhn Dich dran!“.

Passables Pixel-Paradies

Die Grafik ist nicht Jedermanns Sache, auch ich habe eigentlich genug vom Retro-Pixel-Look, aber in Valfaris konnte ich darüber hinwegsehen, denn das Spielprinzip selbst packte mich sofort. Der Retro-Look passt zudem daher ganz gut, da Spiele dieser Art auch in den 80er und 90er Jahren den Jugendlichen das Taschengeld aus der Tasche zocken. In Zeiten von Automatenspiele war der Look ganz ähnlich.


 
Für ein wenig Abwechslung ist dennoch gesorgt, da neben dem unterschiedlichen Design der Level auch neue Gegner auf euch warten. Der Planet, den ihr als Held wieder bereist, hat schießende und fressende Gegner für euch, die an eurer Gesundheit nagen werden. Zum Glück habt ihr aber ein paar coole Waffen dabei, die ihr im Laufe des Spiels auch verbessern oder austauschen könnt. Blutmetall steckt in großen Knochenhaufen, die es ab und zu zu finden gibt, damit kann man Waffen stärker machen und so beispielsweise einen Dreifach-Schuss aktivieren.
 
Neben einer Distanzwaffe habt ihr auch für den Nahkampf etwas dabei, was ihr oft in Kombination mit der Fernwaffe einsetzen werdet. Da aller guten Dinge drei sind, wartet noch eine besonders starke Waffe auf euch, die aber leider keine unendliche Munition hat. Sie lädt sich über die Anzeige auf, die ihr auch für euren Schild nutzen könnt. Durch das Töten von Gegnern oder Einsammeln von Extras könnt ihr die Leiste aufladen. Gleiches gilt übrigens für die Gesundheit, denn in seltenen Fällen fällt ein Herz eines Gegners vor eure Füße, welches euch neue Gesundheit schenken kann.

Fazit

Valfaris ist brutal und das weniger aufgrund des blutigen Gemetzels, welches im Pixel-Look noch verharmlost daherkommt. Es ist vor allem sehr schwer und eine echte Herausforderung. Macht euch auf viele Tode und etliche Versuche vor allem bei großen Gegnern zwischendurch, krassen Endbossen und schwierigen Geschicklichkeitspassagen gefasst.
 
Trotzdem macht Valfaris aber Spaß, weil die Checkpoints fair gesetzt werden können und ihr so nie weit zurückfallen werdet. Aber Wiederholungen von diversen Abschnitten gehören dazu, beispielsweise, wenn ihr durch ein lavaartiges Gewässer auf einem Seemonster treibt, während euch diverse Viecher angreifen, ihr dann noch zwischendurch über Hindernisse springen müsst, bis am Ende dann mehrere Pflanzen euch beschießen und weitere Gegner von allen Seiten angreifen. Ich habe es nicht gezählt, aber um die zwanzig Versuche waren es sicherlich, bis ich das rettende Ufer erreicht habe.
 
Wer an Herausforderungen dieser Art seine Freude hat, sollte sich den Titel in jedem Fall mal näher ansehen.


Bewertung

Pro

  • Knackige Herausforderung
  • Faire Checkpoints

Contra

  • Minimalistisches Retro-Design

Grafik 6 von 10
6/10
Sound 5 von 10
5/10
Umfang 6 von 10
6/10
Schwierigkeitsgrad 9 von 10
9/10
Gameplay 8 von 10
8/10
Spielspaß 7 von 10
7/10
7

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