The Cursed Crusade
Gamefacts: Allgemeine Infos zu The Cursed Crusade
Review: Der Testbericht zu The Cursed Crusade
4. Oktober 2011 - 16:50 - XBU Wheavl
In "The Cursed Crusade" geht es heiß umher, schon in den religiösen Schriften heißt es: "Der Sohn erbt die Sünden des Vaters", so wie auch der junge "Denz". In "The Cursed Crusade" erwarten euch dunkle Burgen, mürrische Spanier, höllische Überraschungen und eine Reise in die Vergangenheit. Was wir von der feurigen Metzelorgie halten, erfahrt ihr hier in unserem Test.
Zwei Zeitreisen zugleich und eine Alliteration noch vor Beginn des Textes! Hammer!
Wie bereits erwähnt, schafft es das Spiel, euch in verschiedene Jahre gleichzeitig zu versetzen. Dies doch eher ungewollt. Starten wir jedoch im Jahr 1095, Zeit der blutigen, grausamen Kreuzzüge der Kirche. Einfach gesagt wurde, wie in so vielen Kriegen, alles von der Kirche angegriffen, das religiös und politisch anderer Meinung, also nicht christianisiert war.
Denz’ Vater war leidenschaftlicher Kämpfer in diesen Kriegen und wurde so mit dem alten, höllischen Templerfluch belegt. Das Opfer hatte einen Pakt mit der Hölle, hat Visionen und wird vom Tod leibhaftig verfolgt. Sie werden zu brennenden Dämonen und Monstern. Doch einige wenige wussten den Fluch zu nutzen und wurden mächtige Krieger der Hölle. So auch Denz’ Vater und Freunde. Der junge Denz, nach der Geburt seinem Vater entrissen, hat den „Fluch“ vererbt bekommen und wird nun seit Beginn des Spiels von höllischen Visionen geplagt.
Er schließt sich Söldnern an, da diese ihn vermeintlich zu denjenigen führen, die seinen Bann lösen können. Während seiner Reise trifft er auf „Den Spanier“. Er ist ebenfalls mit den Flammen der Hölle gezeichnet und so begeben sich beide auf die Suche nach der Lösung ihrer wirklich „hitzigen“ Lage. Die eigentliche Frage hier ist nicht, wieso es diesen Fluch gibt, oder wo er her kommt, nein! Die Frage ist, wieso zur Hölle die beiden ihn überhaupt loswerden wollen!? Sie sind keine Verfluchten, sie sind Superhelden! Wenn ihr im Spiel in die Dämonenform wechselt, so seid ihr übermenschlich stark, seht verdammt böse aus mit euren brennenden Hörnern und Waffen, ihr habt Höllenkräfte, könnt mit Feuerbällen schießen und und und...
Die Reise ins Jahr 2006! Als unsere iPods nur 60gb hatten, Deutschland wiedermal nicht Weltmeister wurde und scheinbar „The Cursed Crusade“ entstand...
Die beiden Weltreisen wurden ja schon erwähnt! Die zweite geht ins Jahre 2006, denn so sieht das Spiel grafiktechnisch leider aus. Die Gesichtsanimationen sind steif und ausdruckslos und so vermitteln die polygonarmen Gesichter pure Langeweile, wenn mal wieder während einer Cutscene ein Gegner erlegt wird. Der Übergang von Boden zu verschiedenen Obstacles im Spiel ist kantig und wirkt sehr unnatürlich.
Höllen-Power, Höllen-Grafik? Ein ganz anderes Gesicht zeigt sich, wenn per Knopfdruck die Dämonenform benutzt wird. Die Farben sind knallig und bunt, alles brennt und lodert! Das Erste, was in mir vorging, war die Frage „ Wollen die mich eigentlich veralbern...?“ Erst beginnt das Spiel mit einer tristen langweiligen, lieblosen Welt, zu der im Vergleich selbst PONG! eine gute Grafik hat, und wenn ihr dann die Dämonenform anwendet, sieht das ganze so klasse aus? Dazu gesellt sich eine „spacige“ Physik-Engine, die uns mit reichlich schwerelosen Kisten und Leichen versorgt. Irgendetwas ist da wohl während der Entwicklung schief gelaufen, so wirkt das Spiel sehr unfertig.
Die Synchronsprecher haben hingegen tolle Arbeit geleistet. Schließt man die Augen und hört nur zu, so kommt das Ganze wirklich glaubwürdig und real rüber. Die Grafikdesigner hingegen, oder diejenigen die dafür verantwortlich sind, das Ganze ins Spiel einzubauen, hätten sich wirklich mehr Mühe geben können. Die Synchronisation passt hinten und vorne nicht. Manchmal brechen auch manche Dialoge mitten im Satz...
InGame sind die Sounds auch sehr schwach. Das Kämpfen gegen Ritter in Blechrüstung klingt so, als wenn wir in der Redaktion an einem Wochenende mit dem Löffel gegen die Haufenweise leeren Raviolidosen hämmern würden.
Achtung Tunnel! Licht an, Rauchen verboten und bitte die Notausgangschilder beachten!
Eine Tunnelfahrt ist das Gameplay in „The Cursed Crusade“ wirklich. Ihr könnt nur vor und zurück. Immer wieder kommen Gegnerwellen auf euch zu, die beinahe besiegt werden wollen. Neunzig Prozent wehren sich nicht, stehen nur blöd rum und sind mit zwei Schlägen auch schon am Boden. Auch gibt es keine eindeutige Feindmarkierung, so dass eure eigenen Leute exakt so aussehen wie eure Feinde. Das nervt ziemlich, wenn erst jeder NPC einmal angegriffen werden muss, um herauszufinden, ob er der dunklen Seite der Macht angehört.
Typisches Hack&Slay erwartet euch auf dem Weg durch die dreckigen, dunklen Burgen. Durch das Kämpfen und Erledigen von Aufgaben erhaltet ihr die Möglichkeit, neue Combos zu kaufen oder eure Dämonenfertigkeiten zu verbessern. Das Spiel wirbt mit unzähligen finishing Moves und Waffen. Dies sind auch die einzigen Punkte, die wirklich effizient zu Ende entwickelt wurden. Über 100 finishing Moves strecken eure Feinde nieder. Da kommt zumindest keine Langeweile auf und der Blutdurst wird gestillt. Auch wenn 90% der Gamer aus Deutschland gegen eine Beschneidung von Videospielmaterial sind, hier hätte es nicht geschadet! Das Blut ist nur ein Pixel-Matsch und zerstört das Bild von einer dunklen dreckigen Atmosphäre völlig. Ausstellen kann man dieses leider auch nicht.
An eurer Seite kämpft im Spiel immer „Der Spanier“ mit, der per Spiltscreen auch von einem Mitspieler gesteuert werden kann. Aber auch im Singleplayer ist die KI wenigstens in der Lage, nicht völlig unnütz zu sein und tötet sogar den ein oder anderen Gegner. Ganze sieben Stunden geht ihr mit Denz letztlich durch die Hölle. Fraglich ist nun nur, was schlimmer ist: Der Fluch selbst oder das unfertige Spiel.
Bilder anklicken für Vergrößerung:Fazit
The Cursed Crusade hat dadurch, dass es eine zweite Dimension in der Höllenwelt geschaffen hat, ein großes Potential. Wie toll wären dimensionsübergreifende Rätsel oder Aufgaben, aber es bleibt leider beim gewöhnlichen Hack&Slay.
Zwar machen Hunderte von Waffen wirklich Laune, nur was bringt es uns, wenn es keine Rollenspielcharakter hat. Es gibt zum Beispiel keine Möglichkeit, stärkere Waffen zu finden. Insgesamt hat das Spiel leider viel Potential verschenkt.
Das Spiel wurde vor dem Release oft verschoben. Ein weiters Mal wäre sogar noch besser gewesen, denn nun erhaltet ihr für euer Geld ein nicht fertig wirkendes Spiel, das so viel besser hätte werden können.
Wertungen
Pro & Contra
Pro:
+ Dämonenform
+ Viele Waffen im Spiel
+ Über 100 Finishing-Moves
Contra:
- "Tunnel-Level"
- Veraltete Grafik
- Spiel wirkt unfertig
News: Neuigkeiten zu The Cursed Crusade
Screenshots: News mit Bildern zu The Cursed Crusade
Videos: News mit Trailer & Co. zu The Cursed Crusade
- 04.10.11 Neuer epischer Story-Trailer zu The Cursed Crusade
- 14.09.11 The Cursed Crusade - Feature-Trailer
- 01.09.11 The Cursed Crusade - Trailer mit Blind Guardian
- 16.08.11 Fighting Trailer zum Spiel The Cursed Crusade
- 21.07.11 The Cursed Crusade - Video zum Templerfluch
- 10.05.11 The Crused Crusade - Zurück ins 12 Jahrhunder: Video!
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