Turtle Beach Ear Force DXL1

 

Hardwarefacts

Headset
Hersteller: TurtleBeach
Kategorie: Headset
UVP: 99,99 ‚ā¨
Deine Wertung: None , Durchschnitt: 8 (32 Wertungen)
 

Review

11. Juni 2012 - 12:52 - XBU Philippe

Turtle Beach ist bekannt daf√ľr, gute Headsets f√ľr eure Xbox 360 herzustellen. Was gibt es Besseres, als ein Headset, das ihr sowohl f√ľr die Kommunikation und f√ľr den Spielsound nutzen k√∂nnt? Aber auch andere Hersteller haben sich an diese Herausforderung gewagt. Durch die gestiegene Konkurrenz und die hohen Preise der Headsets bringt Turtle Beach jetzt ein 100‚ā¨ Headset auf den Markt, was zum Kauf verlocken soll. Wir haben das Ear Force DXL1 getestet und sagen euch, wie viel Qualit√§t ihr f√ľr den Preis bekommt.

DSS2 Box angeschlossen und los

√Ąhnlich wie bei dem k√ľrzlich getesteten DX12 ist das Plug‚Äė and Play hier erstaunlich einfach. Allerdings ist aufgrund des vielen Kabelwirrwarrs und der unterschiedlichen Konfiguration jedes Einzelnen nicht garantiert, dass es bei jedem einfach l√§uft. Der eine holt sich den Sound direkt von der Xbox 360, der andere f√§hrt √ľber eine Soundanlage und wiederum andere fahren erst √ľber einen Fernseher und leiten dann den Sound auf das Headset weiter. Das korrekte Anschlie√üen kann da ggf. etwas dauern, geht aber durch ein umfangreiches Handbuch und die doch recht einleuchtende Anschl√ľsse einfach von der Hand.

Im Mittelpunkt des Headsets steht auch hier die DSS2 Box. Sie verarbeitet das Stereosignal zu einem Surrounderlebnis. Praktisch sind hier die Einstellungsm√∂glichkeiten, die euch auch erlauben, die Winkel des Surround-Sounds anzupassen. Dies ist enorm wichtig f√ľr verschiedene Shooter, wo ihr eure Gegner richtig lokalisieren m√ľsst. Ansonsten bietet die DSS2 Box (nat√ľrlich) einen Equalizer und prinzipiell die M√∂glichkeit, jedwedes andere Headset anzuschlie√üen (auch welche, die nicht von Turtle Beach stammen). Ein kleiner, aber feiner Vorteil der DSS2 Box: Sie l√§sst sich mittels Knopf ein- und ausschalten. So ert√∂nt nicht st√§ndig Sound √ľber die Kopfh√∂rer, wenn ihr das Headset angeschlossen lasst.

Am Headset selbst befindet sich eine kleine Konsole, in welcher ihr separat voneinander die Spielsound- und Spielchatlaustärke regeln könnt und euer Mikrofon an- oder ausschalten könnt.

Klappriges Gestell und krächzender Sound?

Doch die Vorfreude aufgrund der Vorteile der Anschl√ľsse und der Ausstattung sind nach einem ersten Spielen schnell verflogen. Zumindest in unserem Test. Wir haben das Headset bei verschiedenen Spielen und an zwei verschiedene Xbox 360 Konsolen getestet, es direkt angeschlossen, √ľber den Fernseher angeschlossen und auch den PC-Sound dar√ľber wiedergegeben. Doch jedes Mal mussten wir feststellen: Der Sound ist nicht so prickelnd. Der Bass ist ordentlich (wie erw√§hnt auch durch den Equalizer ver√§nderbar), aber der Ton wirkt einfach nicht ‚Äěvoll‚Äú. Die Klangqualit√§t ist mittelm√§√üig, wird durch die DSS2 Box zwar ein wenig verbessert, aber ist alles andere als ein Erlebnis.

Besonders nervig waren bei unserem Test die best√§ndigen St√∂rger√§usche. Ein konstantes Brummen und Kr√§chzen sorgen bei ruhigen Passagen f√ľr blanke Nerven. Je h√∂her man die Lautst√§rke stellt, desto lauter wird auch das Kratzen, das ein Dauerbegleiter des Sounds und das Ende jeder Spielfreude ist. Selbstverst√§ndlich muss es nicht immer der Fall sein und es ist der Fall denkbar, dass bei unserer speziellen Anschlusskombination St√∂rger√§usche unvermeidbar sind ‚Äď allerdings schafft z.B. das SteelSeries Spectrum 5XB beim gleichen Anschlussverfahren ein komplett rauschfreies Klangbild.

Sein Geld wert?

Es als Tortur zu beschreiben ist √ľbertrieben, aber wirklich Freude kommt nicht auf, wenn man lange mit dem DXL1 spielt. Die kontinuierlichen St√∂rger√§usche im Hintergrund sind aber nur die eine Seite. Denn auf der anderen Seite ist das DXL1 auch nicht sonderlich gut verarbeitet. Es ist klappriges, leichtes Material, das zwar gut auf den Ohren sitzt, aber besonders Brillentr√§ger aufgrund der harten Ohrmuscheln nach zu langer Spielzeit schmerzen kann. Das Design an sich ist okay (gr√ľn und schwarz passt zur Xbox) und man muss auch das Mikrofon loben, welches biegsam und leicht verstellbar ist.

Allerdings ist es fraglich, ob seine 100 ‚ā¨ nicht in ein anderes Headset investieren sollte. Die DSS2 Box ist zwar gut, sorgt aber f√ľr noch mehr zus√§tzlich Kabelsalat, als n√∂tig ist. Andere Headset schaffen es kompakter und besser, das Problem Spielsound und Spielchat zu vereinen ‚Äď und das f√ľr das gleiche (oder ein wenig mehr) Geld. Und seien wir mal ehrlich: Wenn man schon irgendwie keine Lust hat, das Headset aufzusetzen, dann hat sich der Kauf auch nicht wirklich gelohnt.

Bilder anklicken f√ľr Vergr√∂√üerung:
 

Fazit

Bild von XBU Philippe

Hier greift man besser zur Konkurrenz. Zwar sind die 100‚ā¨ vergleichsweise ‚Äěbillig‚Äú, doch gibt es aktuell eine Vielzahl an Headsets, der mehr Qualit√§t f√ľr (fast) das gleiche Geld bieten. Die DSS2 Box ist cool und praktisch ‚Äď aber kein Must-Have. Das Headset an sich ist nicht hochwertig verarbeitet und der Sound war in unserem Test weder voll, noch angenehm, da konstant mit St√∂rger√§uschen und Kr√§chzern durchsetzt.

Besonders eben diese Tatsache sollte eigentlich ausschlaggebend sein, dass man hier besser zu einem anderen Produkt greift. Sicherlich: Das Ear Force DXL1 ist nicht schlecht, aber es gibt einfach mittlerweile viele Produkte, die besser sind und nicht viel mehr Geld kosten. Jetzt ist die Frage, ob man bereit ist, mehr Geld zu zahlen, ob man als Otto-Normal-Zocker den Unterschied zwischen dem DXL1 und anderen Headsets √ľberhaupt h√∂rt/merkt, oder ob man wirklich zufrieden mit ihm ist. Wir raten trotzdem: Greift besser zu einem anderen Headset, Turtle Beach macht f√ľr mehr Geld auch deutlich bessere Headsets, wie zum Beispiel das Turtle Beach XP500 - Wireless Dolby 7.1 Headset.

79%

Wertungen

Design:
82%
 
Verarbeitung:
76%
 
Dokumentation:
85%
 
Installation:
85%
 
Funktion:
74%
 
Preis / Leistung:
71%
 
Gesamtwertung:
79%