Too Human
Gamefacts: Allgemeine Infos zu Too Human

Publisher: Microsoft
Genre: Action
Xbox Live: Ja
Spieler im Multiplayer: 2
Sprache (Text/Ton): Deutsch/Deutsch
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Erscheinungsdatum: 29.08.2008
Review: Der Testbericht zu Too Human
4. September 2008 - 11:39 - XBU Zwobby
Visionen aus der Zukunft
Wichtig zu erwähnen ist, dass die auf der E3 gesehen Slow-Downs nicht mehr da sind. Es gibt dafür aber hin und wieder Fragmente, wenn neue Objekte oder Figuren auftauchen. So was sollte nicht sein, selbst wenn die Ladezeiten so kurz ausfallen, denn dies ist ein deutlich positiver Punkt an Too Human: Einmal kurz laden und los geht’s.
Ein Punkt, den die Zocker immer unter die Lupe nehmen, ist die grafische Leistung eines Spiels. Die Story wird viel in Videosequenzen erzählt, diese sehen zwar hübsch aus, wirken aber teils etwas steif. In vielen Ecken in Too Human trifft das Wort "detailarm" ganz gut den Nagel auf den Kopf. Zum Beispiel sehen die Items, welche wir finden können, nicht aus wie Schwerter oder Rüstungen, sondern sind einfache, unschöne Icons, die permanent gleich aussehen. In einigen Momenten denkt man positiv, denn man sieht ein gut animiertes Gesicht oder erkennt einen schönen Bewegungsablauf. Meist fallen jedoch dabei auch die öden Hintergründe oder die detailarmen, abwechslungslosen Gegnerhorden auf. Grafisch wird hier deutlich weniger geboten, als man sich durch vorherige Ankündigungen erhofft hatte.
Der Soundtrack ist von der musikalischen Seite aus betrachtet recht gut gelungen, gerade die nordischen Aspekte des Spieles werden gut unterstrichen. Auch Laser-Geschosse hören sich im Beispiel an wie solche, der Sound paßt. Die Synchronstimmen sind, wie leider so oft in Deutschland, eher Mittelmaß, aber immerhin kein Total-Ausfall wie bei anderen Games.
Nicht die Länge ist entscheidend
Geht es um die Spielzeit, so sieht es für Too Human auch nicht ganz so rosig aus. Too Human ist relativ schnell durchgespielt, denn bereits nach unter 20 Stunden ist man am Ende angekommen. Selbst auf dem zweiten Weg durch den Wiederspielwert kann Too Human nicht richtig punkten. Das ohnehin eintönige Gameplay macht beim zweiten Durchgang eben nicht wirklich mehr Spaß, der Antrieb hier dürften dann nur noch die Erfolge sein, die man noch sammeln möchte.
Hätte man das Spiel etwas länger machen wollen, so wäre ein Tutorial für die Steuerung und für den An-/Verkauf von Gegenständen angebracht gewesen, denn diese fehlen bitter. Die Anzahl an Gegenständen wie Waffen und Rüstungen ist schon enorm, jedoch hat man auch hier irgendwann Items erreicht, die nicht so schnell wieder getoppt werden können. Der Reiz, die seltenen Gegenstände zu finden, ist auch gering, da es keine große Community gibt, in der man diese tauschen oder verkaufen könnte. Somit ist Too Human insgesamt ein eher kurzer Spaß.
Der Multiplayer Modus hingegen kann aber die ein oder andere spaßige Minute nach Beendigung der Singleplayer-Kampagne bringen. Zwar bleibt das Abenteuer gleich, jedoch macht es mit einem Freund deutlich mehr Spaß. Was den Spaß allerdings etwas hemmt, ist die Tatsache, dass man den CoOp-Modus nur online und nur mit zwei Spielern erleben kann.
Bilder anklicken für Vergrößerung:Fazit
Wenn man davon ausgeht, dass Fehler menschlich sind, so ist Too Human durchaus menschlich. Es wurden zwar keine großen Fehler gemacht, jedoch sehr viele kleine. Eintöniges Gameplay, vernachlässigte RPG-Momente und eine nur durchschnittliche technische Darbietung summieren sich am Ende zu einem auch nur durchschnittlichem Game.
Die Stick-Steuerung und das Szenario um Sci-Fi und nordischer Mythologie ist neu. Es ist reizvoll und auch der Spielspaß bleibt erhalten, jedoch kann dies den Rahmen des Mittelmaß einfach nicht sprengen. Schade, denn das Potential war eindeutig da, ein Hit zu werden. So bekommen wir vorerst nur ein Game, was man als "OK" einstufen kann. Silicon Knights haben also mit Teil 2 und 3 der Reihe noch genug Möglichkeiten, die Kanten wieder glatt zu bügeln.
Wertungen
Pro & Contra
Pro:
+ Interessante Symbiose aus nordischer Mythologie und Sci-Fi
+ Stick-Steuerung
+ Co-op verlängert Spielspaß
Contra:
- Co-op nur Online möglich
- Technisch nur Mittelmaß
- Versprochene RPG Elemente viel zu sehr im Hintergrund

