Singularity
Gamefacts: Allgemeine Infos zu Singularity
Review: Der Testbericht zu Singularity
14. Juli 2010 - 13:49 - XBU Dirty
Shooter waren gestern, sind heute und werden auch sicher zukünftig ein kräftiges Zugpferd auf der Xbox 360 sein. Activision schickt mit Singularity einen weiteren Titel ins Rennen und wir haben uns für euch ins zeitmanipulierte Abenteuer gestürzt. Ob die schussgewaltige Zeitreise gefallen kann, zeigt euch unser Review.
Ich würde wieder alles genauso machen
Diesen Satz hört man oft von Prominenten, wenn sie gefragt werden, ob sie irgendetwas anders machen würden, ständen sie noch mal am Beginn ihrer Karriere. Aber nicht immer ist die Vergangenheit durchweg rosig und so würde Mancher sicher gern die einen oder anderen vergangenen Geschehnisse manipulieren, um sich in der Gegenwart einen Vorteil zu verschaffen. Dass eine Veränderung in der Vergangenheit, die Gegenwart ungeahnt schrecklich verändern kann, hat uns Hollywood schon des Öfteren effektvoll präsentiert.
Eher unfreiwillig gerät Captain Renko in eine ähnliche Situation, denn als Mitglied einer Eliteeinheit wird er auf die russische Forschungsinsel Katorga 12 geschickt, die aufgrund von hohen Strahlungen durch einen amerikanischen Aufklärungs-Satelliten erst im Jahr 2010 entdeckt wurde. Im Auftrag der sowjetischen Regierung aus den 1950er Jahren, wurden auf Katorga 12 geheime Experimente mit dem dort entdeckten Element 99 durchgeführt. Nach einem außerplanmäßigen Vorfall wurde die Insel evakuiert und von allen Landkarten entfernt. Fast 60 Jahre lang konnte Moskau alles vertuschen, bis sich die Eliteeinheit um Captain Renko auf den Weg zur Insel macht.
Kurz nachdem der erste Fuß auf die Insel gesetzt wurde, rutscht Captain Renko unfreiwillig in die Vergangenheit und rettet während eines schief laufenden Experiments das Leben eines sterbenden Wissenschaftlers, ohne zu ahnen, dass er dadurch das Schicksal weitläufig verändert. Eine blutige Reise zwischen heute und gestern nimmt seinen Lauf, in der Captain Renko nicht nur bösen Wissenschaftlern, Soldaten und Generälen gegenüber stehen wird, sondern auch allerhand gefährlichen Mutanten, die aus den Experimenten mit dem Element 99 entstanden sind. Nicht immer lassen sich die Geschehnisse der Story mit Logik erklären, aber eines kann die Story durchaus: Überzeugend unterhalten.
Zeitverschiebung leicht gemacht
Singularity glänzt nicht mit der Neuerfindung des Rads, denn anstatt sich gänzlich neuen Ideen zu widmen, hat man sich auch hinsichtlich Präsentation der Story, in der Vergangenheit umgeschaut und anscheinend mehrere erfolgreiche Spieletitel wie Bioshock, Dark Sector, Metro 2033, Half Life und andere Genrevertreter für sich entdeckt.
So findet ihr zwecks Hintergrundinformationen viele Tonbandaufnahmen und Filmchen, um mehr über die verschiedenen Charaktere und Vorkommnisse zu erfahren, könnt mit der linken Hand mittels Zeitmanipulationsgerät ausgesuchte Gegenstände wie elektronische Schalter, Treppen oder gar Gegner verjüngen oder altern lassen oder verschiedene Gegenstände vor euch herschweben lassen. Eure linke Hand spielt während des gesamten Abenteuers eine große Rolle, vor allem, wenn die verschiedenen, wenig kniffeligen Rätsel zu lösen sind.
Obwohl viele Spielelemente stark an andere Titel erinnern, kann man nicht unbedingt von einem reinen Abkupfern sprechen, denn Singularity bindet diese bekannten sowie bewährten Eigenschaften gekonnt ins eigene Game ein und bietet somit eine unterhaltsame Story- und Gameplaypräsentation, welche mit 6-8 Stunden Spielzeit leider deutlich zu kurz ausfällt.
Bilder anklicken für Vergrößerung:Fazit
Mit Singularity erhaltet ihr einen soliden Oldschool-Shooter, bei dem auf Nummer sicher gegangen und einiges Bewährtes aus anderen Titeln übernommen wurde, während bei der Umsetzung von eigenen Ideen anscheinend der Mut zum Risiko gefehlt hat.
Das Setting ist unverbraucht, die Zeitmanipulation nett umgesetzt, die Grafik und der Sound solide und die Schießereien erzeugen Spaß und Spannung.
Irgendwie kann der Spieler aber während des ganzen Spiels ein gewisses Gefühl nie gänzlich abstreifen: Dem Titel fehlt in fast allen Bereichen der letzte Pfiff und Feinschliff, um in der Elite-Liga des Genres ganz oben mitspielen zu können.
Wertungen
Pro & Contra
Pro:
+ Düstere Atmosphäre
+ Unverbrauchtes Setting
+ Solide Präsentation
+ Effektreiche Schießereien
+ Interessante Spezialwaffen
Contra:
- Kurzes Spielvergnügen mit zu wenigen Spielmodi
- Dürftige Detailgrafik
- Sehr linear
- Zu einfache Rätsel
- Deutsche Version geschnitten
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