Raven Squad
Gamefacts: Allgemeine Infos zu Raven Squad
Review: Der Testbericht zu Raven Squad
28. September 2009 - 9:22 - XBU Dirty
Packende Shooter-Action vermischt mit taktischer Echtzeitstrategie, ein Cocktail der schmecken könnte und an den sich bisher kaum jemand herangewagt hat. Die Entwickler von AtomicMotion wollen mit Raven Squad zeigen, dass dies durchaus umsetzbar ist. Ob dies gelungen ist, zeigt euch unser Review.
Der erste Eindruck spricht Bände
Habt ihr die DVD eingelegt und das Game gestartet, kommt das Grauen nicht auf leisen Sohlen, denn der erste Blick aufs Bildschirmgeschehen sorgt für eine Ernüchterung Marke "Tolle Wurst". Das Intro befördert den Zuschauer geradewegs zurück in die Vergangenheit. Das Gebotene erweckt den Eindruck, als würde man sich technisch gesehen gar vor der Computerzeit befinden.
Wo der grafische Eindruck sich noch so eben an der Grenze der unteren Gürtellinie tummelt, haut die Synchronisation den letzten Mohikaner aus den Ledersocken. Die dargebotenen Fähigkeiten der deutschen sowie englischen Synchronsprecher bewegen sich bereits zu Beginn des Spiels -wohlwollend ausgedrückt- knapp unter null. Ihr könnt hier ruhigen Gewissens auf die deutsche Tonspur zurückgreifen, denn die englische Tonspur bietet sogar noch weniger als wenig.
Man könnte bereits hier einen Schlussstrich ziehen, aber wir haben uns nicht gescheut und waren bereit, noch tiefer ins Grauen einzutauchen, hat doch "Raven Squad" auf der US-Spielemesse E3 einen guten Eindruck hinterlassen und sogar einige Preise abgeräumt.
Dschungelbuch für Hartgesottene
Militär-Missionen im tiefsten Dschungel sind nicht jedermanns Sache und so liegt es nahe, für einen gefährlichen Einsatz im Amazonasgebiet, die Mitglieder von Raven Squad einzusetzen. Ihr seid als Mitglied eines Söldnertrupps im Einsatz, bestehend aus zwei Teams zu je drei Söldnern. Dabei übernehmt ihr nicht die Rolle eines vorbestimmten Protagonisten, sondern könnt zwischen den Teams und den einzelnen Charakteren nach Belieben jederzeit hin- und herwechseln. Nach einem kurzen Tutorial, welches euch die wichtigsten Grundzüge der Steuerung vermitteln soll, werdet ihr in die eigentliche Mission geschickt.
Ihr habt den Auftrag, ein abgestürztes Flugzeug ausfindig zu machen, Überlebende zur retten und wichtige Daten, die sich im Flugzeug befanden, sicherzustellen. Zu allem Überfluss wird eure eigene Maschine über den Wäldern des Amazonasgebiets von einer Luftabwehrrakete getroffen und ihr müsst mit dem Fallschirm in den dichten Dschungel eintauchen.
Jetzt müsst ihr euch mit den beiden Einsatzteams durch den Dschungel schlagen und euer Missionsziel jederzeit vor Augen haben, denn ein Scheitern der Mission hätte Folgen ungeahnten Ausmaßes. Euer Leiden findet nach 12 Missionen bzw. circa 4-5 Spielstunden sein glückliches Ende, aber der Weg dorthin ist im wahrsten Sinne des Wortes, kein Zuckerschlecken für den Gemütszustand.
Bilder anklicken für Vergrößerung:Fazit
Mit Raven Squad machen alle Beteiligten alles Erdenkliche falsch, denn dieser Schuss geht gänzlich nach hinten los.
Völlig veraltete Technik, mangelhaftes Gameplay, eine Synchronisation, die schon fast in den Bereich der Körperverletzung gehört, Spaßfaktor null und gähnend langweilige Missionen machen dieses Spiel zur ausnahmslosen Quälerei.
Die präsentierte Mischung aus Ego-Shooter und Echtzeitstrategie ist schlimmer als der berühmte Schuss in den Ofen und lässt den Titel sicherlich im Eiltempo von der Oberfläche verschwinden.
Schade, da die Grund-Idee sicher mehr Potenzial beinhaltet, als dieser Titel aufzuzeigen vermag.
Wertungen
Pro & Contra
Pro:
+ Schnell durchgespielt
Contra:
- Veraltete Technik
- Langweilige lineare Missionen
- Grottenschlechte Präsentation
- Unzumutbare Synchronistation in deutsch und englisch
- Aufploppende Umgebung
- Matschige Texturen
- Null Spielspaß



