Dr. Kawashimas Körper- und Gehirnübungen
Gamefacts: Allgemeine Infos zu Dr. Kawashimas Körper- und Gehirnübungen
Review: Der Testbericht zu Dr. Kawashimas Körper- und Gehirnübungen
9. März 2011 - 16:12 - XBU mATriX2305
Den Körper und den Geist in Einklang bringen, soll ja bekanntlichermaßen für die nötige innerliche Ruhe und Entspannung sorgen. Den einzigen Einklang, den unser Geist in den letzten Monaten mit unserem Körper möglicherweise gemeinsam hatte, ist wahrscheinlich der Winterschlaf. Die Tage werden langsam wieder länger und unsere Körper machen erste Anstalten, sich wieder bewegen zu wollen. Was wäre also passender, als endlich mal wieder ein paar Bewegungsabläufe vor der kinectgesteuerten Xbox zu absolvieren? Dr. Kawashimas Körper- und Gehirnübungen sollen uns neue Lebensenergie einhauchen. Hat´s funktioniert oder lediglich den Winterschlaf wieder reaktiviert?
Geistreich
Das das Xbox 360 Kinect Kamerasystem das Zeug hat, den Kreislauf des gemeinen Zockers in Wallung zu bringen, haben diverse Kinect Titel in den letzten Monaten bereits gezeigt. Dr. Kawashima feiert mit seinen Körper- und Gehirnübungen das Debüt auf der heimischen Spielekonsole und versucht erstmals mittels Kinect nicht nur die Kontrolle über die Motorik unseres Bewegungsapparates zu übernehmen. Vielmehr soll mit ein wenig zusätzlicher Gehirnakrobatik der Feinmotorik unseres Oberstübchens ein wenig auf die Sprünge geholfen werden.
Basierend auf der Erfahrung des internationalen Gehirnforschers werden euch diverse Minispiele präsentiert, welche es unter Einsatz von Körper und Geist möglichst erfolgreich zu lösen gilt. Damit die grauen Zellen erst gar nicht auf die Idee kommen, den Stand-By Modus des biologischen Netzwerkes zu aktivieren, sitzt euch ständig die Zeit im Nacken. Wer sich zuerst bewegt hat gewonnen!
Streicheleinheiten für die Sehnerven
Optisch wirken die bisher bekannten Kinect Titel alles andere als referenzwürdig und haben optisch ihren ganz eigenen Stil. An dieser Tatsache vermag auch Dr. Kawashima nichts zu ändern, verwöhnt unsere Sehnerven aber mit einer reichlich farbenfrohen Präsentation an der es grundsätzlich nicht viel zu bemängeln gibt. Vielmehr konzentriert sich die Optik auf das Wesentliche, den Aufgabenstellungen der einzelnen Minispiele. Diese verfügen über ein reichhaltiges Angebot aus der Farbpalette, so dass zumindest die optische Unterscheidung der verschiedenen Antwortmöglichkeiten schon einmal ausgeschlossen sein dürfte.
Das bunte Erscheinungsbild wird euch von dem Star des ein eine Gameshow erinnernden Spiels präsentiert...eurem ganz persönlichen Avater. Diese ist zu jeder Zeit präsent und ist stets darum bemüht, eure Verrenkungskünste physikalisch korrekt nachzuahmen.
Verzögerungstaktik
Dies gelingt eurem Avatar in den meisten Fällen sehr präzise und nahezu fehlerfrei. Lediglich einzelne Einbrüche in den Reaktionszeiten bei hektischen bzw. sehr schnellen Bewegungsabläufen bringen euren Avatar ein wenig aus der Fassung und können euch die Bestzeit zur richtigen Beantwortung der Frage kosten. Da ihr bei den meisten Antworten aber ausreichend Zeit habt, die richtige Körperhaltung anzunehmen, dürfte die Reaktionszeit in den wenigsten Fällen zu Frustmomenten führen.
Sollte trotz sorgfältiger Überlegungen und körperlicher Aktivität das finale Ergebnis einmal nicht von Erfolg gekrönt sein, so ist es beeindruckend, wie euer Avatar durch angepasste Gesichtsmimik seine Frust zum Ausdruck bringt...als würdet ihr eine Spiegel vorgehalten bekommen. Das Ganze geht aber auch anders herum, und so ist euer virtuelles Ebenbild durchaus auch in der Lage, freundlichere Emotionen zu digitalisieren. Insgesamt trägt die Integration des persönlichen Avatars deutlich zu einer positiven Spielatmosphäre bei.
Bilder anklicken für Vergrößerung:Fazit
Dr. Kawashima hat mit seinen Körper- und Gehirnübungen eine durchaus plagiatsfreie Doktorarbeit abgeliefert. Diese erreicht zwar nicht annähernd die Bestwertung "summa cum laude", erhält aber dafür ein ehrlich verdientes "satis bene"! Ein wohl verdientes "befriedigend", welches Herr Kawashima auf Grund der soliden Optik, der guten Avatarintegration, recht abwechslungsreichen Minispielen und einem Gastbesuch von Herrn Pac Man erreicht.
Man sollte sich bei der Lösung der Aufgaben aber nicht allzu sehr einengen lassen. Selbst als Einzelkämpfer im Denksportmarathon solltet ihr für einen sauberen Spielfluss schon gut mehr als 2 Meter Abstand zwischen euch und dem Kinectsystem schaffen können. Wer sich den Herausforderungen der insgesamt 20 Minspielen sogar im Quartett stellen möchte, der sollte optimalerweise das doppelte an Platz schaffen können.
Dr. Kawashimas Körper- und Gehirnübungen. Ein Platz- aber nicht Nervenraubendes Spielvergnügen für das Oberstübchen.
Wertungen
Pro & Contra
Pro:
+ 20 Minispiele
+ Gastbesuch von Pac Man
+ Gute Avatarintegration
+ Solide Sprachausgabe
Contra:
- Hoher Platzbedarf
- Gelegentliche Verzögerungen der Kamera-Reaktionszeit
- Auf Dauer nervige InGame-Sounds




