Bioshock
Gamefacts: Allgemeine Infos zu Bioshock
Review: Der Testbericht zu Bioshock
10. September 2007 - 18:37 - XBU mATriX2305
Bioshock dürfte wohl eines der meist-gehypten Spiele des Jahres 2007 sein. Mit einer außergewöhnlichen Story und einer noch ungewöhnlicheren Spielumgebung verspricht Bioshock seit der ersten Ankündigung eine Revolution im Shooter-Genre zu werden. Ob der Shooter mit seinen Rollenspiel-Anleihen unter'm Strich das hält, was versprochen wurde? Wir haben uns die Unterwasserwelt von Rapture etwas genauer angeschaut.
Die Story
Welcome to Rapture. Auf dem Grund des Meeres erwartet euch eine utopische Stadt die den viel versprechenden Namen „Rapture“ trägt. Ob ihr wirklich so entzückt seit, wenn ihr auf eine Stadt trefft, welche vom genetischen Bürgerkrieg zerrissen ist, wird sich zeigen. Es erwartet euch in jedem Fall eine unglaublich eindrucksvolle Welt im Stil des Art Déco mit eindrucksvoller Technologie und einem riesigen Waffenarsenal. Vom einfachen Revolver bis hin zum Raketen- oder Flammenwerfer beinhaltet die Waffenkammer alles, um den feindseligen Gestalten den Gar aus zumachen. In Geheimlabors entwickelte Plasmide ermöglichen euch darüber hinaus, die eigene DNA zu modifizieren und übermenschliche Kräfte freizusetzen.
Der Weg nach Rapture
Wir gehen ein wenig in die Vergangenheit und versetzen uns zurück in das Jahr 1960. Über dem Atlantik stürzt mitten in der Nacht ein Flugzeug ins Meer und zwar das Flugzeug, in dem ihr sitzt bzw. gesessen habt. Überall sind nur brennende Wrackteile zu erkennen, während sich der verbleibende Schiffsrumpf immer weiter dem Meeresboden nähert. Ihr habt das Unglück als Einziger überlebt. Auf der Suche nach einem sicheren Platz zeichnet sich im Dunkel die Silhouette eines Leuchtturms ab, den ihr mit ein paar Schwimmzügen auch schnell erreicht und euch so in Sicherheit bringt.
Die Tür steht offen und nachdem ihr den Leuchtturm betreten habt, ändert sich die Stimmung schlagartig. Flackernde Lampen erhellen den dunklen Raum mit feuchten Steinwänden und irgendwoher ertönt eine Swing-Version von „Somewhere Under The Sea“. Ihr geht ein paar Stufen hinab und betretet eine offen stehende Taucherglocke. Kaum das ihr den zweiten Fuß hineingesetzt habt, schnappt die Tür hinter euch wie eine Falle zu…das Abenteuer beginnt! Das Bild eines Mannes erscheint auf einer Leinwand und eine Tonbandstimme vermittelt euch, dass ihr es mit Andrew Ryan zu tun habt. Ein Mann der eine Absage an Gott und alle bestehenden politischen Systeme formuliert und sich stattdessen für etwas Anderes, etwas Unmögliches entschied…er entschied sich für Rapture.
Die Leinwand fährt hoch und gibt den Blick auf die Unterwasserwelt von Rapture frei. Eine Stadt 20.000 Meilen unter dem Meer, die von Andrew Ryan nach dem Ende des zweiten Weltkrieges erschaffen wurde, um dort nur mit einer handverlesenen Elite eine neue Welt aufzubauen. Letztendlich scheint es jedoch die traurigste aller möglichen Welten zu sein, denn kaum hat sich die Taucherglocke geöffnet, betritt man eine Stadt die allem anderen als einem strahlenden Utopia gleicht. Die Stadt der Schönen und Perfekten, Künstler, Dichter und Denker ist verfallen und dem Untergang geweiht. Grob vernieteter Stahl gibt unter der Last des Ozeans langsam nach und überall bricht Wasser ein. In dunklen Gängen und zerstörten Geschäften schleichen sie herum wie Zombies: die so genannten Splicer, die Überlebenden der Katastrophe.
Was mach ich hier bloß?
Diese Frage stellt ihr euch gewiss sehr schnell, nachdem ihr festgestellt habt, dass der anfängliche Einstieg in die Taucherglocke eine Einbahnstraße nach Rapture war. Zu eurer, sagen wir mal „Rettung“, meldet sich via Funk sehr schnell euer vorerst einziger Verbündeter „Atlas“ via Funk. Er verspricht euch den Weg in Richtung Notausgang zu zeigen. Um diesen jedoch zu erreichen, steht euch ein harter, nicht gerade zimperlicher, aber umso spannender Weg auf der Suche nach Atlas’ Familie bevor. Auch wenn der Handlungsverlauf wie für einen Shooter üblich grundsätzlich recht gradlinig verläuft, kommt bei Bioshock so schnell keine Langeweile auf.
Viele überraschende Wendungen im weiteren Handlungsverlauf machen Bioshock jedenfalls zu einem der wohl bislang abwechslungsreichsten Shooter mit einer durchaus guten Story. Diese setzt sich im Verlauf des Spiels wie ein Puzzle zusammen. Audiotagebücher, die überall in Repture liegen, geben euch nach und nach Aufschluss darüber, was hier einmal passiert sein muss. Wenn Bioshock nicht als Shooter die digitale Welt erobern würde, wäre die Story mit Sicherheit eine gute Grundlage für einen wenig düsteren Lesestoff.
Fazit
Den Entwicklern von 2k Boston ist mit Bioshock erstmalig eine sehr gute Kombination aus Ego-Shooter und Rollenspiel gelungen. Die brillante Optik trägt in Kombination mit der superben Sounduntermalung zu einem eindeutig gruseligen Unterwasser-Abenteuer bei.
Das abwechslungsreiche Gameplay mit Rollenspiel-Charakter und eine packende Story mit Tiefgang fesseln den Spielern durchschnittlich mindestens 20 Stunden an den Bildschirm.
Leider verfügt Bioshock über keinen Multiplayer-Teil, so dass ihr euch alleine auf die Suche nach Raptures Notausgang begeben müsst. Freunde von F.E.A.R. oder System Shock 2 sind mit diesem Titel bestens bedient, aber auch wenn man nicht der klassische Shooter-Gamer ist, sollte man sich Bioshock einmal näher anschauen.
XBoxUser Special Award für die gelungene Kombination aus Shooter & Rollenspiel!
Wertungen
Pro & Contra
Pro:
+ Tolle grafische Leistung
+ Abwechslungsreiches Gameplay
+ Packende Atmosphäre
Contra:
- Kein Multiplayer
News: Neuigkeiten zu Bioshock
- 18.06.09 Bioshock und Oblivion im Paket





