Alarm für Cobra 11: Burning Wheels

 

Gamefacts: Allgemeine Infos zu Alarm für Cobra 11: Burning Wheels

alarmfuercobra11burningwheels.jpg
Plattform: Xbox 360
Publisher: RTLGames
Genre: Rennen
Xbox Live: Nein
Spieler im Multiplayer: 2-4
Sprache (Text/Ton): Deutsch/Deutsch
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum: 27.11.2008
Deine Wertung: None , Durchschnitt: 2 (3 Wertungen)
 

Review: Der Testbericht zu Alarm für Cobra 11: Burning Wheels

21. Dezember 2008 - 19:13 - XBU Dirty

Nach mittlerweile über ein Dutzend TV-Staffeln der Actionserie Alarm für Cobra 11, erscheint nach 8-monatiger Entwicklungszeit die 2. Auflage für die Xbox 360. Alarm für Cobra 11: Burning Wheels schickt euch auf die actiongeladene Streife und verlangt von euch die tollkühnsten Stunts, um als Hüter des Gesetzes für Ordnung zu sorgen. Ob es ein toller Job oder eher eine Art Arbeitsbeschaffungsmaßnahme geworden ist, will euch unser Review verraten.

Im Namen des Gesetzes

Erwirbt man ein Spiel zur RTL-Actionserie Alarm für Cobra 11, erwartet man halsbrecherische Stunts, heiße Verfolgungsjagden und beeindruckende Explosionen bis zum Abwinken, denn dies ist das gewohnte Bild zur beliebten RTL-Serie. Sicher nicht jedermanns Geschmack, aber wer auf Alarm für Cobra 11 steht, freut sich natürlich, selbst das Steuer in die Hand nehmen zu dürfen und mittels Alarm für Cobra 11: Burning Wheels, die Polizeiwelt zum gewünschten Erfolg zu verhelfen. Schnell, professionell, kompromisslos und letzten Endes siegreich, so wie auch die Hauptdarsteller der Serie, Erdoğan Atalay (Semir Gerkhan) und Tom Beck (Ben Jäger), könnt auch ihr zu Helden der Actionserie werden.

Und so könnt ihr in die Rolle der Original-Helden schlüpfen und kommt zudem in den Genuss der Originalstimmen, was vorweggenommen nicht gerade als Highlight genannt werden kann, da die Stimmausgabe eher sehr dürftig und äußerst unmotiviert ausfällt und offenlegt, dass Lizenzen allein, kein Erfolgsrezept darstellen. Und da die Stimmen nun halt alles sind, was die beiden Hauptdarsteller zum Spiel beitragen, hätte man sich die lustlos wirkenden Redner auch direkt sparen können. Optisch sind die Hauptfiguren zwar recht originalgetreu gestaltet, aber leider extrem lieb- und leblos, da sie ausnahmslos als Fahrgast-Puppies ohne Regung und Mimik, auftreten.

Zur Verteidigung lässt sich sagen, dass es sich bei Alarm für Cobra 11: Burning Wheels nun mal um Action auf vier Rädern handelt und darauf haben die Entwickler aus dem Hause Synetic ihr Hauptaugenmerk gesetzt. Neuerungen und Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger, wurden im Vorfeld angekündigt und legt man den Titel in die Xbox 360, ist die erheblich verbesserte Grafik schon von Beginn an, nicht zu übersehen.

Mit gezogener Handbremse

“Open World“ ist seit einiger Zeit genreübergreifend angesagt, selbst wenn nur wenige Open World-Titel insgesamt überzeugen können, setzen auch die Entwickler von Alarm für Cobra 11: Burning Wheels auf dieses Gameplay-Pferd. So bewegt ihr euch in einer frei zu durchquerenden Stadt, in der ihr euch nach belieben bewegen könnt. Über Funk erhaltet ihr unterschiedliche Aufträge, während ihr euren Streifendienst leistet. Bevor ihr euren Einsatz startet, könnt ihr euch das passende Fahrzeug aussuchen, vorausgesetzt euer Wunsch-Flitzer ist durch erfolgreich absolvierte Aufträge bereits freigeschaltet. Dies geschieht allerdings recht zügig und so könnt ihr bereits nach kurzer Spielzeit einigermaßen abwechslungsreich zwischen verschiedenen Fahrzeugen auswählen. Leider schwächelt hier die Lizenzbereitschaft, und so müsst ihr euch mit erfundenen Autoherstellern begnügen, anstatt mit originalen Cobra 11-Fahrzeugen auf Verbrecherjagd zu gehen.

Zu Beginn empfiehlt sich die Absolvierung des ausführlichen Tutorials, um mit den möglichen Aktivitäten mittels Kontroller, vertraut zu werden. Hier haben die Entwickler solide Arbeit geleistet und so ist die Steuerung, wie bei den meisten Titeln dieses Spielgenres, einfach, simple und leicht erlernbar. Nach Abschluss des Tutorials wird es für euch ernst, denn der erste echte Fall will von euch gelöst werden. Die Missionen bieten euch eine durchschnittliche Mischung, so dass ihr euch mit Banküberfällen, Entführungen, Begleitschutzfahrten bis hin zu Checkpoint-Rennen rumschlagen dürft. Die Missionsabläufe unterscheiden sich durch das Verfolgen und Rammen von Fluchtfahrzeugen, vorgeschriebene Abstände zu anderen Fahrzeugen müssen über bestimmte Zeiträume eingehalten werden oder ihr müsst von einem Checkpoint zum nächsten rasen.

Da der Schwierigkeitsgrad extrem schwankt, wechselt auch die Spiellaune zwischen motivationsloser Langeweile und gestresster Frustrationswallung. Während jeder einzelnen Mission, schwankt der Schwierigkeitsgrad von viel zu leicht bis hin zu unspielbar schwer. Dies erzeugt eine vollkommen misslungene Spielspaßmischung ohne Sinn und Zweck. So ist es selbst unter größter Anstrengung kaum nachvollziehbar, warum ihr mitunter halsbrecherische Abbremsmanöver bewältigen müsst, um in scharf abknickende Straßen einzubiegen, obwohl die verfolgten Fahrzeuge mit Vollgas um die Ecke brausen. Erschreckend schlecht kommt das Navigationssystem weg, da es viel zu wenig vom Streckenverlauf verrät und deutlich zu spät anzeigt, wo es lang geht. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass gegnerische Fahrzeuge problemlos durch zahllose Zäune und Streckenabgrenzungen fahren können, wo ihr als Verfolger nur vereinzelt eine Chance zur Durchfahrt erhaltet und stattdessen wie vor eine Wand rast, obwohl ihr nur ein hüfthohes Zäunchen ummähen wolltet. Erfüllt ihr nicht alle Missionsaufgaben, dürft ihr die ganze Mission neu beginnen, was den einen oder anderen Kontroller, durchaus in Lebensgefahr bringen könnte.

Bilder anklicken für Vergrößerung:
 

Fazit

Bild von XBU Dirty

Alarm für Cobra 11: Burning Wheels kann nicht wirklich überzeugen, selbst wenn man berücksichtigt, dass der Titel für rund 30 Euro käuflich zu erwerben ist. Man erhält zwar eine aufwändig inszenierte Strassen- und Autobahnwelt, die zudem noch recht ansehnlich ist, aber die müden Missionen, die an vielen Stellen auch noch unnötig schwer sind, fesseln den Spieler nur halbherzig.

Dazu die völlig verkorkste Sprachausgabe der Hauptdarsteller und schon ist man eigentlich bereits nach kurzer Zeit satt. Für echte Fans der TV-Serie vielleicht noch einigermaßen tauglich, da das Gasgeben zumindest ruckelfrei vonstatten geht und somit für die eine oder andere nette Runde sorgen kann, wobei die Erwartungen auch hier nicht allzu hoch sein sollten.

Für reine Rennsportfans gibt es sicher andere Titel, die lohnenswerter sind, auch wenn diese schon um einiges älter sein sollten. Da ist der Griff zu reduzierter Altware schon eher zu empfehlen, als sich an der durchschnittlichen Magerkost des Cobra 11-Teams zu erfreuen.

65%

Wertungen

Grafik:
78%
 
Sound:
60%
 
Story:
67%
 
Umfang:
67%
 
Spielspaß:
64%
 
Gameplay:
66%
 
Multiplayer / XBL:
56%
 
Gesamtwertung:
65%
 

Pro & Contra

Pro:
+ Günstiger Preis
+ Gelungene Fahrphysik
+ Ansehnliche Grafik

Contra:
- Miserable Vertonung der Hauptdarsteller
- Langweilige Missionen
- Nutzloses Navigationssystem
- Teilweise viel zu hoher Schwierigkeitsgrad
- Häufige KI-Aussetzer

 
 
 
 

Screenshots: News mit Bildern zu Alarm für Cobra 11: Burning Wheels

 

Videos: News mit Trailer & Co. zu Alarm für Cobra 11: Burning Wheels

 

Tipps & Tricks zu Alarm für Cobra 11: Burning Wheels

 

Achievements zu Alarm für Cobra 11: Burning Wheels