The Thing
Filmfacts

Preis SD-Version: 420 Microsoft Points (leihen) / 1340 Microsoft Points (kaufen)
Preis HD-Version: 500 Microsoft Points (leihen) / Nicht vorhanden (kaufen)
Laufzeit: 103 Minuten
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Regie: Matthijs van Heijningen
Hauptdarsteller: Mary Elizabeth Winstead, Joel Edgerton, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Ulrich Thomsen
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Review
30. März 2012 - 11:00 - XBU lasgo
Seit einigen Tagen können sich die Gruselfreunde unter euch den Film "The Thing" auf zune anschauen. The Thing ist ein Horror und Science-Fiction Film aus dem Jahr 2011. Regie führt Matthijs van Heijningen Jr, der mit The Thing sein Kinodebüt gab. Gleich zu seinem Debüt wagt sich der junge Regisseur also an die Vorgeschichte zu "Das Ding aus einer anderen Welt" von John Carpenter aus dem Jahr 1982. Wird die aufgekochte Story zum Flop oder Hit? Das erfahrt ihr nun in unserem Review.
Es war einmal im Eis
1982. Die junge und begabte Paläontologin Kate Lloyd bekommt eines Tages ein ungewöhnliches Angebot. Ein Forschungsteam aus Norwegen möchte mit Kate auf eine Art Forschungsreise in die Antarktis, dort wurde ein im Eis gefangener Körper gefunden. Kate soll dem Team nun helfen, der Sache auf dem Grund zu gehen. Zum Zeitpunkt der Zusage weiß Kate noch nicht, was sie erleben wird. Angekommen in der Eishölle traut Kate ihren Augen nicht. Im Eis befindet sich nicht ein Tier, oder ein Mensch, sondern ein Käferartiges Wesen.
Schnell wird klar, dass dieses "Ding" aus einer anderen Welt kommen muss und sicher keinen irdischen Ursprung haben kann. Doch wie könnte es anders sein, natürlich beginnt schon bald die Katastrophe. Nach einigen Untersuchungen beginnt die Oberfläche des Eisblocks zu schmelzen und das Ding kann sich schließlich befreien. Nach geschätzten 100.000 Jahren im Eis ist der Herr aus der anderen Welt nicht gut gelaunt und beginnt, seine Wut an die Wissenschaftler auszulassen. Nun beginnt in der Forschungsstation der Kampf um das Überleben. Weglaufen stellt sich natürlich als schwierig dar, wo soll man denn hin?
Gut ist nicht perfekt
2011. Hollywood. Viele Menschen in der Traumfabrik stellen sich die Frage, was man denn produzieren könnte. Böse Zungen behaupten, dass sich die heutige Generation Filmemacher aufgrund chronischer Ideenlosigkeit gerne an Klassiker der Filmgeschichte vergreifen. Ob nun ein Remake, also eine Neuauflage des Films, ein Reboot, ein "Neustart" einer Geschichte oder wie im Fall von "The Thing" eine Ausarbeitung einer Geschichte, leider bekommen die genannten bösen Zungen von Jahr zu Jahr mehr Futter, um den Qualitätsabstieg der Film zu beschreiben.
Okay, negative Kritik gibt es immer und nicht jedes Remake ist schlecht. Aber wie sieht es bei "The Thing" aus? Schauen wir uns zunächst den Film als Ganzes an, bevor wir in das Detail gehen. Wir bekommen eine aufgekochte, aber trotzdem interessante Geschichte auf die Leinwand, die einfach Spaß macht. Punkt. Viel mehr muss man nicht sagen. "Das Ding aus einer anderen Welt" hat uns vor vielen Jahren schon schaurige Momente geliefert. Warum sollte das die Vorgeschichte nicht schaffen?
Die tollste Geschichte bringt natürlich nichts, wenn die Schauspieler diese nicht auf den Zuschauer übertragen können. Kate, dargestellt von Mary Elizabeth Winstead (The Ring 2, Stirb Langsam 4.0) gibt eine wirklich gute Figur ab. Zusammen mit Sam (Joel Edgerton) gibt sie ein cooles Heldenpaar im eisigen Setting. Es macht Spaß die Beiden in dieser ungünstigen Lage zu beobachten. Ein weiterer Punkt in "The Thing" ist besonders gut, gerade im Vergleich mit anderen Filmen in diesem Genre. Die Rolle der Frauen. In so gut wie jedem Horrorfilm sind die Frauen die, die ständig kreischend gerettet werden müssen und quasi nur als "Sex-Sells"-Objekt durch das Bild hüpfen. In "The Thing" ist dies nicht so, was auch einem Mann mal gefallen kann.
Leider gibt es auch negative Punkte, die das Gesamtbild des Films nach unten ziehen. Heijningen kommt mit seinem "The Thing" auf keinen Fall an die Qualität des Originals heran. Viele CGI-Effekte zerstören die Szenen. Die Effekte sind teilweise sogar nachträglich eingefügt worden, obwohl Heijningen fast nur mit Animatroniks arbeiten wollte und dies auch tat. Die CGI-Gestalten erinnern mehr an andere Filme als an den, den man gerade sieht. Bei CGI fragt sich jeder Zuschauer, ob das gut aussieht und realistisch wirkt. Doch das tut es ganz und gar nicht. Durch die Effekte verliert der Film daher einiges an Glaubwürdigkeit.
Der Zuschauer findet viele Parallelen zum Original. Diese sind nicht zufällig, sondern gewollte Anspielungen. Fans, die den ersten "Thing" mochten, werden beim Sehen der Eastereggs gefallen finden. Sogar die Intros der produzierenden Filmfirmen sind alt dargestellt. Alles in allem wirkt alles gut. Aber gut ist nicht sehr gut und schon lange nicht perfekt. Die Charaktere sind nett, aber nicht packend. Die Story ist leider immer vorhersehbar. Erinnert euch an eure Kindheit zurück und die damaligen Cartoons im TV. Immer wenn sich ein Objekt zeichnerisch von dem Hintergrund abhebte, wusste man direkt "Da passiert gleich was!". Genauso ist es in "The Thing". Außerdem kommt die Situation nicht so rüber, wie man sich diese realistisch vorstellt.
Bewertung
Gaumenschmaus oder Gaumengraus? Ich persönlich würde "The Thing" ein "Okay" geben. Der Film macht Spaß, einige Gruselszenen sind dabei und an der einen oder anderen Stelle zuckt man schon zusammen. Erwartet man mehr beim Ansehen eines Films in diesem Genre?
Viele klassische Horrorfilme wurden in der Neuauflage total zerstört, zB "A Nightmare on Elmstreet" oder "Freitag der 13.". "The Thing" ist aber keiner dieser Filme. Die Geschichte wurde mit Respekt bearbeitet und bietet den Fans eine Vorgeschichte, denn das Ende ist der Anfang des Originals.
Aber auch Neulinge, die das "Das Ding aus einer anderen Welt" nicht kennen, bekommen einen guten Film zu sehen. Jeder, der auf den Mix zwischen Horror und Science-Fiction steht, kann sich den Film also ansehen. Ob der Film allerdings ein zweites Mal angesehen wird, müsst ihr am Ende selbst entscheiden.

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