Sunshine
Filmfacts

Preis SD-Version: 260 Microsoft Points (leihen) / 1090 Microsoft Points (kaufen)
Preis HD-Version: 380 Microsoft Points (leihen) / Nicht vorhanden (kaufen)
Laufzeit: 107 Minuten
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Danny Boyle
Hauptdarsteller: Rose Byrne, Cliff Curtis, Chris Evans
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Review
8. März 2011 - 16:13 - XBU Zwobby
2007 kam in Deutschland mit Sunshine ein Film in die Kinos, der bekannte Sci-Fi Kost mit psychologischen Aspekten verbinden wollte. Auf dem Videomarktplatz haben wir nun die Möglichkeit erneut zu prüfen, ob der Film sein Ziel erfüllen kann. Wenn ihr dies rausfinden wollt, müsst ihr nur unser Review lesen.
Die Story von Sunshine hört sich wie die typische Sci-Fi Endzeit Geschichte an; es geht um nicht weniger als die Erde und damit die Existenz der menschlichen Spezies. 2057 steht die Sonne kurz davor zu erlöschen. Ihre Kraft reicht schon jetzt nicht mehr aus, um die Erde mit genügend Wärme zu versorgen. Die Folge ist ein solarer Winter, welcher das Überleben für Mensch und Natur erheblich erschwert.
Die Raumstation Icarus II macht sich auf den Weg, die Sonne zu entzünden. An Board neben der Crew eine riesige Bombe. Diese soll in die Sonne gefeuert werden und durch ihre Explosion einen Stern im Stern erzeugen, was der Sonne wieder Kraft geben würde. Damit wirklich alles glatt läuft, ist das Team nur mit den qualifiziertesten Wissenschaftlern bestückt. Neben dem Physiker, welcher die Bombenroute berechnen und die Zündung vornehmen soll, sind noch diverse Astronauten (alles harte Kerle und taffe Frauen versteht sich) und ein Psychologe mit auf der Station.
Gerade der Psychologe spielt schnell eine wichtige Rolle, denn so lange isoliert von Familie und Freunden drohen Depression, aber auch Aggressionen müssen gebändigt werden. Nicht nur die Crew, sondern auch der Zuschauer selber wird ab einem gewissen Punkt jedoch hinterfragen, ob der Psychologe nicht selber eine Behandlung brauchen könnte.
Das Problem ist in der ersten Hälfte nicht die Bombe oder der solare Winter, sondern die Spannung und die psychologischen Probleme der Besatzung. Dies ist sehr gut gelungen und hebt den Film von anderen seiner Sorte ab, doch kommt Sunshine über die Hälfte der Strecke hinaus, ändert sich einiges.
Da wir nicht spoilern wollen, verraten wir die Gründe nicht, jedoch wird aus dem Drama eher ein Action-Thriller mit Slasher-Ansätzen und Misteryelementen sowie Logiklöchern. Auch wenn die Kämpfe und Verfolgungsjagden am Ende schnell geschnitten sind und stellenweise experimentelle Kameraeinstellungen bieten, so kann man hier kaum von besonderer Filmkost sprechen.
Der erste Teil und auch das Ende hingegen bieten Eyecandy pur. Die Bilder sind wirklich mächtig, in HD und durch den druckvollen Surround-Sound untermalt, beeindrucken Aussenansichten von der Icarus II, der Sonne oder auch Blicke auf die Erde unheimlich. Hier stimmt alles, daher ist es sehr schade, das Sunshine diese Qualität nicht über die gesamte Spielzeit halten kann.
Ohne zu viel zu verraten, stellt sich Capa (Cillian Murphy), welcher zu Beginn der verweichlichte Physiker ist, am Ende als der Held von Sunshine heraus, auch dies ist wenig originell, verfehlt aber seine Wirkung nicht. Problematisch wird es zum Ende hin, da die Story sich immer weiter ins Hoffnungslose entwickelt, kann ein (mehr oder weniger) Happy End nur erreicht werden, wenn man auf Logik verzichtet. Probleme, die zu Beginn aufgezeigt werden, sind am Ende kein Thema mehr, hier hätte man genauer sein müssen.
Die Schauspieler machen ihre Aufgabe durchweg gut, da auf die Superstars der Szene verzichtet wurde, kommen die psychologischen Profile glaubhaft rüber. Die Effekte sind 1A und auch Bild und Sound kommen in guter Qualität daher. Da es sich hier um einen Danny Boyle Film handelt, waren die Erwartungen vorher sehr hoch, vermutlich zu hoch. Für einen Film des Mannes hinter Trainspotting, Slumdog Millionaire oder 28 Days Later ist Sunshine nur Mittelmaß, was ihn aber noch lange nicht zu einem schlechten Film macht.
Bewertung
Wer atemberaubende Bilder in HD bestaunen will und sich vor Logiklöchern nicht fürchtet, der sollte sich Sunshine für einen Abend ausleihen. Denn auch wenn – oder gerade weil – der Film auf halber Strecke an Qualität verliert, ist es ein Titel, welchen man sich einmal ansehen kann und es nicht bereut.
Ein zweites Mal wird sich wohl wirklich nur Der- oder diejenige den Film anschauen, der die tollen Aussenaufnahmen bestaunen will.

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